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Celle Stadt Extremismus: "Die Partei" verballhornt Anfrage der Celler AfD
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Extremismus: "Die Partei" verballhornt Anfrage der Celler AfD
18:09 16.11.2017
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

"Die gewalttätigen Ausschreitungen linker Gruppen beim G20 Gipfel in Hamburg sowie deutlich gestiegene linksextreme Kriminalität im letzten Jahr in Niedersachsen machen uns zunehmend Sorgen", leitete Trenkenschu seine Anfrage ein. Gerlach nahm diesen Satz und tauschte für sein Anliegen einfach "links" gegen "rechts" aus. Außerdem stellte er nicht Fragen nach der Unterstützung linker Gruppierungen, sondern nach Erkenntnissen über Aktivitäten der "Reichsbürger" oder der "Identitären Bewegung".

Die Antwort der Stadt fiel übrigens in beiden Fällen negativ aus. "Seitens der Stadt werden keine linksextremen Projekte oder Organisationen gefördert", heißt es in einer Erklärung aus dem Neuen Rathaus. Allerdings würde die Verwaltung Projekte der Gewalt- und Extremismusprävention, worunter auch Projekte gegen Rechtsextremismus fallen, initiieren. Nach Angaben der Celler Polizei sei die linke Szene in Celle seit drei bis vier Jahren nicht mehr so aktiv wie in den Jahren zuvor. "Die Auseinandersetzung mit Extremismus jeglicher Couleur ist fester Bestandteil pädagogischer Arbeit."

Um die "Reichsbürger", die eher als Einzelpersonen handelten und nicht als organisierte Gruppe und die im vergangenen Jahr noch auch der Celler Verwaltung Probleme bereitet hätten, sei es ruhig geworden. Eine Szene der "Identitären Bewegung" gebe es nach hiesigen Erkenntnissen aktuell in Celle nicht.