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Celle Stadt Fachwerk soll weiter dominieren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Fachwerk soll weiter dominieren
18:25 24.09.2018
Von Dagny Siebke
Dort, wo einmal Fachwerk steht, steht hinterher auch Fachwerk. Doch was ist mit den Baulücken in der Stadt? Die Drogerie Müller gehört zu den "gelungenen" Rekonstruktionen. Quelle: Dagny Siebke
Celle

Diese musste nach 30 Jahren überarbeitet werden, weil sich in dieser Zeit viele Anforderungen geändert haben. Letzte Diskussionen gab es jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen.

Stadtbaurat Ulrich Kinder stellte voran: "Das ist die zweite Fassung der Gestaltungssatzung. Wir haben inzwischen viele Gespräche geführt und deutliche Veränderungen vorgenommen." Viele Ideen, mit denen die Verwaltung zum Beispiel Werbe-Wildwuchs eindämmen wollte, wurden nach Protesten aus der Geschäftswelt gestrichen. Auch Kinders Idee, künftig auch moderne Architektur in der Altstadt zuzulassen, stieß auf Widerstand, auch wenn er betonte, dass er keinesfalls vorhabe, eine Veränderung des Fachwerk-Charakters der City Vorschub leisten zu wollen.

Daniel Biermann (AfD) betonte: "Das reicht noch nicht aus. Wir haben größtes Interesse daran, das Fachwerkensemble als Juwel zu erhalten. Das Fassadenbild ist essenziell." So sollten bauliche Maßnahmen an den Fachwerkgebäuden oder Neubauten in "Fachwerkbauweise ausgeführt werden." Dies sollte auch auf Lücken zutreffen, die bisher noch nicht bebaut seien. "Celle ist nicht Bottrop. Die Stadt lebt von ihrem Bild, was vor Ort vorherrscht", so Biermann.

Zudem warnte Biermann davor, die Gestaltung der Altstadt komplett in die Hand der Verwaltung zu legen: "Ich habe nicht den Eindruck, dass die Stadt sehr sensibel mit Baulücken vorgeht." Als Kompromiss schlug er vor, zumindest über die Fassade eine "architektonische Einheit" herzustellen.

Der Stadtbaurat konnte die vorgetragene "Dramatik" nicht nachvollziehen. Ohnehin sei es so geregelt, dass "überall da, wo Fachwerk steht, auch hinterher Fachwerk steht." Es gebe Rekonstruktionen wie das Haus der Drogerie Müller, die sich gut einfügten, aber auch Einzelfälle wie das C&A-Gebäude mit seinem Beton-Fachwerk-Imitat, die nicht gut gelungen seien. "Bei den wenigen Baulücken werden wir im Einzelfall entscheiden", so Kinder.

Axel Fuchs (CDU) sagte, dass es im Altstadtkern schon viele große Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten gebe. Als Beispiele nannte er das Schloss, die Stadtkirche und das Oberlandesgericht. Modernes füge sich ein, so Fuchs: "Das Kunstmuseum ist besonders attraktiv und wirkt hervorragend."

Oliver Müller (BSG) fand: "Wir können den Fokus nicht ewig auf die Vergangenheit legen. Das letzte Wort haben ohnehin die Denkmalschützer." Im Zweifel seien diese länger im Amt. Zudem könne man die Fassung der Gestaltungssatzung nach einem Jahr modifizieren.

Auch die FDP ist froh über die neue Fassung der Gestaltungssatzung: „Wir waren fleißig und haben viel erreicht. Selbst die Anbringung von Klimaanlagen sieht die neue Satzung jetzt vor“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen.

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