Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Falschparker in Celle bremsen E-Fahrer aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Falschparker in Celle bremsen E-Fahrer aus
15:05 01.03.2017
Dieses Mal hat Hans Werner Jabs-Groß Glück, dass er seinen elektrisch betriebenenTransporter an der Schnellladestation an der Celler Mühlenstraße aufladen kann.Denn häufig seien die Parkplätze von Falschparkern belegt. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Mittlerweile habe Jabs-Groß mehr als 12.500 Kilometer mit dem E-Wagen zurückgelegt und leider auch Unerfreuliches erlebt. „Zu Hause und in der Firma kann ich mein Auto problemlos aufladen. Wenn ich unterwegs bin, muss ich ich kurze Parkphasen nutzen, um das Auto an den Strom anzuschließen und zu laden. Eine Aufladezeit von 20 Minuten reicht, um problemlos durch die Stadt Celle zu fahren oder nach Hause zu kommen“, berichtet er begeistert.

Doch die Ladeplätze an der Mühlenstaße und an der Kanzleistraße seien besonders morgens häufig besetzt durch Falschparker mit Verbrennungsmotor, die dort eigentlich nicht stehen dürfen. Dabei sei die Beschilderung eindeutig und auch die Ladesäule nicht zu übersehen. „Aus Egoismus machen die anderen Autofahrer alles wieder kaputt“, ärgert sich Jabs-Groß. „Man kann nur genügend Autos mit Elektroantrieb auf die Straße bekommen, wenn man die Besitzer solcher E-Fahrzeuge unterstützt.“

Jabs-Groß sieht die Stadt Celle in der Pflicht, nicht nur 10-Euro-Strafzettel zu verteilen, sondern die Falschparker abschleppen zu lassen – wie es auch bei Behindertenparkplätzen oder Feuerwehrzufahrten der Fall ist. Zudem könnten Piktogramme auf der Parkfläche Falschparker abschrecken.

Im Moment sind im Landkreis Celle 61 E-Kennzeichen zugelassen, vor drei Monaten waren es noch 50. Die erste Schnellladesäule in Celle an der Mühlenstraße werde gut angenommen, sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner: „Die erste vorliegende Stromabrechnung zeigt auch, dass die Ladesäule bereits immer wieder genutzt wird.“ Die städtischen Politessen nähmen auch die Ladesäulen ins Visier, so Meißner. Abgeschleppt werde jedoch niemand. „Ein Vergleich mit Feuerwehrzufahrten und Behindertenparkplätzen hinkt ein wenig“, erläutert Meißner. „Diese sind jeweils durch belastbare Gerichtsurteile gedeckt, die ein Abschleppen rechtfertigen.“

Die Ladesäulen der SVO befinden sich an der Kanzleistraße und direkt dem Firmengebäude in der Sprengerstraße. „Beide Ladesäulen werden nicht durchgehend genutzt, durchschnittlich nutzen ein bis zwei Fahrer von E-Fahrzeugen unsere Ladesäulen pro Woche“, sagt SVO-Sprecherin Anne Ruhrmann. Da die bestehenden Stationen nicht ausgelastet seien, plane die SVO auch keine weiteren.

Von Dagny Rößler