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Celle Stadt "Familienfest" mit 1300 Besuchern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Familienfest" mit 1300 Besuchern
14:09 06.06.2011
Einen Tag der geistigen und seelischen F¸lle bescherte der Evangelische Congress in der Celler Congress Union. Das Mittagessen wurde bei sonnigem Wetter von vielen im Freien eingenommen. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

CELLE. „Man muss nicht unbedingt zum Kirchentag nach Dresden fahren, Celle ist heute genauso gut“, sagte Oberlandeskirchenrat Klaus Grünwaldt am Sonntag bei seinem Grußwort im Namen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche an die Gottesdienstbesucher in der Celler Congress Union. Recht hatte er, denn auch Celle war wieder einmal ein Nabel christlicher Botschaft. Schließlich hatten insgesamt über 1300 Besucher den hochsommerlichen Temperaturen getrotzt und die verschiedenen Veranstaltungsorte in der Celler Innenstadt aufgesucht.

In der Congress Union fesselte Michael Diener mit der Predigt zur Jahreslosung: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes stellte in seiner Predigt klar, dass es aus Gottes Sicht nicht ausreiche, Gutes zu tun, wenn der Kontakt zu ihm verloren gegangen sei. „Gott lebt Gutes und Güte in der Hinwendung zu uns Menschen. Ein gutes Leben und Gutes leben gehöre untrennbar zusammen, so wie der gute Gott ein gütiger Gott sei“.

Diener ermutigte Christen zu dreierlei: Sie mögen „Balkonmenschen“ sein, die andere aus Gottes Güte heraus hoch ziehen und dabei andere höher erachten, als sich selbst. Sie mögen zweitens „Brückenbauer“ sein, die das Verbindende und nicht das Trennende leben. Und schließlich mögen sie auch „Visionäre“ sein, die das leben, woran sie glauben, denn diese Welt sei nicht das Letzte.

Im Jugend-Gottesdienst in der Concordia-Kirche predigte Jugendreferent Jens Heidemann ebenfalls zum Thema „Gutes leben“, jedoch mit dem Schwerpunkt „Zeit für Dich und Gott“. Während in der Union persönlich gesegnet wurde, Liedermacher und Künstler auftraten und Norbert Binder unter dem Motto „Cowboys, Königskinder und Bananen“ ein Kinderprogramm gestaltete, fand vis-a-vis der Hannoverschen Straße in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde ein Abendmahl statt.

Der 17-jährige Simon Hug aus Nienburg ist seit elf Jahren mit Eltern dabei und war bester Laune: „Celle ist immer etwas Besonderes, man trifft Freunde und nimmt auch geistlich unendlich viel mit.“ Was die 13-jährige Philina Hutschenreuter aus Burgdorf bestätigte. Auch sie hatte am Jugend-Gottesdienst teilgenommen. Wolfgang Scholz aus Lüneburg war mit Enkelkindern angereist. Er arbeitet ehrenamtlich im „Blauen Kreuz“. „Ich bin sehr gestärkt für meine Arbeit“, so der Rentner.

Der Evangelische Congress ist weit mehr als Gottesdienst an drei Orten. Er ist auch ein Fixpunkt für Weiterbildung und Information. 14 Seminare und Workshops wurden in der Concordia-Gemeinde, in der Congress Union, dem Evangelisch-Lutherischen Gemeindehaus, der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirche, dem Evangelisch-Reformierten Gemeindehaus, der Evangelisch-Reformierten Kirche, dem Katholischen Pfarrheim und in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche abgehalten.

Über Gastfreundschaft“, „Versöhnung mit sich selbst“, „Umgang mit Konflikten“, „Glauben mit Herz und Händen“, „Weihnachtszeitreise im Sommer“, „Taufe“, „ Kinder zum Glauben führen“, „Zivilcourage“, „Senioren in der missionarischen Arbeit“, „Erleben von Stille“, „Männergruppen“ wurde gesprochen. „Gymnastik mittendrin“ zeigte eine Physiotherapeutin, Tipps für „Starke Eltern und starke Kinder“ und ein Clown, der über seine Schwächen stolpert waren ebenfalls Garanten eines höchst unterhaltsamen zum Nachdenken anregenden Tages. Ein heißer Tag zudem, der dank der Koordination von Jürgen Paschke erneut ein höchst gelungener war. Gert Neumann

Von Gert Neumann