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Celle Stadt Familientag auf dem Celler Schützenfest: Reduzierte Preise, höherer Spaßfaktor
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Familientag auf dem Celler Schützenfest: Reduzierte Preise, höherer Spaßfaktor
20:55 17.07.2017
Von Christian Link
Celle Stadt

Für Christina Bruns, Anina Kramer und Alexander Rosentreter ist der "Flash" die Attraktion des Schützenfests. Während die meisten Festbesucher nur zuschauen, haben sich die drei Teenager vom Schützencorps Neuenhäusen im neuesten Fahrgeschäft auf dem Schützenfest bereitwillig durch die Luft schleudern lassen und die 360-Grad-Umdrehungen gut überstanden. Zumindest weitgehend.

"Mir war heute morgen noch ein bisschen schlecht", gesteht die 15-jährige Anina beim Familientag auf dem Schützenfest – einen Tag nach der wilden Fahrt. Einer Mitreisenden sei das Herumschleudern dagegen überhaupt nicht bekommen, weshalb sie vorzeitig aussteigen musste. "Die hat schon so richtig die Augen verdreht", berichtet der 16-jährige Alexander. Anschließend habe sich die Frau übergeben müssen. Doch die Jungschützen haben robustere Mägen. "Ich freue mich schon auf die nächste Fahrt, der Flash ist das Beste", sagt die 15-jährige Christina.

Vorher geht es für die drei Schützen aber noch auf die Berg- und Talbahn. Schließlich haben Joachim Haase von der Altstädter Schützengilde und Kreisjugendleiter Andreas Alps eine Freifahrt für die rund 80 Teilnehmer des gestrigen Jungschützennachmittags der fünf Celler Schützenvereine spendiert. "Wir wollen das Gemeinschaftsgefühl stärken. In allen Vereinen werden wir immer weniger Mitglieder, irgendwann sind wir sowieso nur noch ein Verein", sagt Haase.

Bei den Jungschützen kommt das offenbar gut an. Auf die Frage, warum sie im Schützenverein ist, antwortet Anina: "Man trifft sich jede Woche und schießt. Das macht schon Spaß, aber der Zusammenhalt ist noch schöner." Und Alexander fügt hinzu: "Ganz besonders beim Schützenfest."

Während sich die Teenager beim "Flash" oder beim "Breakdancer" anstellen, lassen es die jüngeren Festbesucher etwas ruhiger angehen. Die achtjährige Cornelia Schneider etwa springt lieber Figuren auf dem Trampolin. "Ich bin das erste Mal auf dem Schützenfest", sagt sie, nachdem sie bereits Entenangeln, Pfeilwerfen und Karussell getestet hat. Auch wenn sie mit ihrer Oma über das Gelände geht, muss sie die Attraktionen alleine ausprobieren. "Ich habe immer das Portmonee in der Hand", sagt Großmutter Wilma Brehme.

Auch Thomas Zoch und sein fünfjähriger Sohn Maddox nutzen die vergünstigten Preise, um das Festgelände zu erkunden. "Das ist hier schön gemacht", sagt der Vater aus Wietze. Da müsse man gar nicht zum Schützenfest nach Hannover fahren. "Celle tut's auch. Gerade wenn man so ein Landei ist, wie wir." (cli)