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Celle Stadt „Fancy Food“ als optisches XXL-Buffet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Fancy Food“ als optisches XXL-Buffet
17:37 19.09.2018
Ruth Schimmelpfeng-Schütte präsentiert ihre Fotoausstellung „fancy food“ in der „Galerie am Kleinen Plan“. Quelle: Doris Hennies
Celle

Ein Rohr – dick wie ein Ast –, an dem helle Blubberblasen haften, rote Erdbeerloipen in schneeweißen Sahnebergen, parallel verlaufende, übereinandergeschichtete Reifenabdruckreihen ... – nicht alle Fotografien in der Ausstellung von Ruth Schimmelpfeng-Schütte ergeben beim ersten Blick tatsächlich einen Sinn, manche geben noch beim zweiten Blick Rätsel auf. Ganz genau hinsehen muss man in jedem Fall und dabei den Makro-Kosmos, den die plakatgroßen Bilder zeigen, im Auge behalten.

„Fancy Food“ hat die Fotografin die Präsentation betitelt. Ihre verführerischen „Modelle“ fand sie dafür im Obstkorb, Küchenfach und Kühlschrank – und den auserwählten Objekten rückte sie dann mit ihrem Kameraobjektiv ganz dicht auf die Pelle. So entstanden die oft überraschenden Nahaufnahmen XXL. Ein farbenfrohes optisches Buffet, an dem sich die Besucher schon zur Vernissage in der „Galerie am Kleinen Plan“ am vergangenen Samstag kaum satt sehen wollten: Leckereien aufgereiht an einer Schnur, über vier Stockwerke verteilt.

Ob Räucherfisch oder Törtchenberge, befrostete Gläser oder Kiwischeiben – die Entdeckungsreise durch dieses ungewohnte Gulliver-Universum macht Spaß und eröffnet eine ungewohnte Perspektive, einen Aufmerksamkeit fordernden Blick „en détail“. Viele der Fotos erinnern an Werbesequenzen in TV und Hochglanzmagazinen. Krosse Brötchen und tiefe Blicke in eisgekühlte Drinks – der Appetit ist auf jeden Fall geweckt. Das Rätseln und Herausfinden ist der zusätzlich vergnügliche Teil einer sehr vergnüglichen Ausstellung.

Eine Botschaft gibt es dennoch, hintergründig zwischen all der verlockend bunten Verführung: Es lohnt sich, einmal genauer hinzusehen und sich die Zeit zu nehmen, scheinbar Alltägliches anders, neu zu entdecken. Und es schult die Aufmerksamkeit: „Wenn wir auf die kleinen, unscheinbaren Dinge im Leben besser achten, lernen wir sie auch höher zu schätzen – und vielleicht auch, sie zu bewahren“, so Ruth Schimmelpfeng- Schütte. (dhe)

Von Doris Hennies

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