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Celle Stadt Faßberg knackt Schneerekord im November
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Faßberg knackt Schneerekord im November
18:19 05.12.2016
Nach einer kurzzeitigen Auszeit in der vergangenen Woche, ist das trockene, oft sonnige und kalte Frühwinterwetter zurück. Grund ist Hoch „Uwe“ über Norddeutschland. Quelle: Joachim Gries
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Nach einer kurzzeitigen Auszeit in der vergangenen Woche, ist das trockene, oft sonnige und kalte Frühwinterwetter wieder zurück. Grund ist Hoch „Uwe“ über Norddeutschland. So erlebten wir am zweiten Adventswochenende einen meist freundlichen Mix aus Sonne und Nebel. Für den heutigen Tag ändert sich wenig. Mal scheint ausgiebig die Sonne, mal ist es länger neblig und es bleibt trocken. Die Tageswerte kommen kaum noch über den Gefrierpunkt hinaus, während in den Nächten bei längerem Aufklaren mäßige Fröste unter minus 5 Grad möglich sind. Mit einem auf West drehenden Wind kommt ab morgen Bewegung in die Wetterküche. Atlantiktiefs starten einen neuen Angriff und bringen mildes Schmuddelwetter nach Norddeutschland. Ob sich die Milderung über den dritten Advent hinaus halten kann, ist noch völlig offen.

Den November prägten enorme Witterungsgegensätze. Nach einer bereits frühwinterlichen zweiten Novemberwoche sorgten Mittelmeerwinde nur eine Woche später für Frühlingsluft bis zu 15 Grad. Ein Jahrhundertereignis waren die heftigen Schneefälle durch Tief „Husch“ am 8. November. Am Morgen des 9. November meldete Faßberg eine Schneehöhe von 17 Zentimeter , die dem Verkehr auf Straße und Schiene durch umstürzende Bäume erheblich zu schaffen machte. Noch niemals seit Beginn der Tageswetter-Aufzeichnungen (Hamburg seit 1873) gab es in einer ersten Novemberhälfte so viel Schnee und war es gleichzeitig derartig kalt (Celle minus 6,5 Grad, Faßberg minus 9,8 Grad am 14. November), was insgesamt 50 Prozent mehr Frosttage als normal zur Folge hatte. Einzig am 10. November 1919 lässt sich in den norddeutschen Wetterstatistiken der Eintrag „Schnee“ (4 bis 8 Zentimeter) finden, allerdings bei deutlich geringerem Frost.

Der Herbst endete in der Südheide zu warm, zu trocken und durchschnittlich sonnig. Dabei drückte der extrem warme, trockene und sonnige September der ganzen Jahreszeit seinen Stempel auf. Von der Hochsommerhitze um 32 Grad (13. September) bis zur Winterkälte (von minus 10 Gradam 29. November) war alles im Angebot. Verkehrte Welt spielte der Sonnenschein. Dieses Mal zeigte sich der November nämlich in weiten Teilen des Kreisgebietes sonniger als der Oktober, was in einer bis ins Jahr 1930 zurückreichende Reihe erst einmal (1954) vorgekommen ist.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt