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Celle Stadt Faszinierende Einblicke in Welt der Bienen im Celler Institut
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Faszinierende Einblicke in Welt der Bienen im Celler Institut
18:43 01.09.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

„Ziel des Tages der offenen Tür ist es, die Öffentlichkeit über die enorme ökologische und ökonomische Bedeutung der Bienenhaltung zu informieren“, erläutert Instituts-Leiter Werner von der Ohe: „Die ökonomische Wertigkeit bezieht sich nicht nur auf den Verkaufserlös der Produkte aus dem Bienenvolk, sondern auch auf die Bestäubungsleistung der Bienen.“ Aus wirtschaftlicher Sicht seien hier vor allem die Kulturpflanzen zu nennen, die dank der Bestäubung durch die Bienen höhere und gesicherte Erträge bringen: „Zur Einschätzung des Wertes der Bestäubung der Kulturpflanzen wird die Wertschöpfung aus der Imkerei durch Verkauf von Honig und Wachs mit dem Faktor 15 hochgerechnet. Aus ökologischer Sicht ist die Bestäubung der wildwachsenden Blütenpflanzen durch Honigbienen von großer Bedeutung.“

Die Besucher können sich über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Instituts informieren lassen. Gezeigt und erläutert werden moderne Methoden der Führung von Bienenvölkern, der Honig- und Wachsgewinnung, der Königinnenzucht, der Vorbeuge und Behandlung von Bienenkrankheiten sowie die Qualitätskontrolle von Honig und Krankheitsdiagnose als auch zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in den Bereichen Honig, Pollen, Bienenbiologie, Bienengenetik, Bienen und Pflanzenschutz. Von der Ohe: „Die Gäste können weiterhin verschiedene Honigsorten probieren und werden staunen, wenn sie einen Tropfen Honig unter dem Mikroskop sehen. Sie werden erfahren, wie die Bienen Nektar und Pollen nach Hause transportieren, und können sich Bienen von außen und innen unter dem Mikroskop ansehen.“

Mehrere Bienen-Beobachtungsstöcke inklusive der „Bienentanzuhr“ sowie ein historischer Treppenspeicher aus dem Jahre 160, eingerichtet als Heidebienenmuseum, sind weitere Stationen des Rundganges durch die Institutsanlagen. Bienenhaltung in Strohkörben, die berühmte, einst weit verbreitete Betriebsweise der Lüneburger Heideimkerei, wird als wichtiges niedersächsisches Kulturgut gesondert vorgestellt.

In dem ehemaligen herzoglichen Orangerie-Garten werden typische Bienenweidepflanzen vorgestellt und Hinweise für die Anlage insektenfreundlicher Gärten erteilt. „Mitten in diesem herrlichen Institutsgarten steht die einmalige Figurenbeute namens Herzogin Eleonore, eine drei Meter hohe Skulptur, in der ein Bienenvolk wohnt“, so von der Ohe: „Die Gäste werden beeindruckt sein, welch besonders originelles Flugloch die Bienen gefunden haben.“ Auf Kinder wartet ein zusätzliches Programm mit Bienenwettfliegen, Glücksrad, Kerzendrehen und mehr sowie für alle Altersgruppen ein umfangreiches Filmprogramm. (mi)