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Celle Stadt Feilschen um jeden Cent
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Feilschen um jeden Cent
16:59 27.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Streitpunkt Altpapier: Gerade in diesem Bereichstehen schwierige Verhandlungen zwischen denDualen Systemen und dem Abfallzweckverband an. Quelle: Patrick Pleul
Celle

Verpackungen aus Glas, Papier, Pappe, Karton und natürlich der Gelbe Sack für Leichtverpackungen - für die Entsorgung all dieser Müllsorten sind in Deutschland die Dualen Systeme verantwortlich. Das Einsammeln des Abfalls wird allerdings in den meisten Fällen von Entsorgungsunternehmen vor Ort geregelt. Dafür werden sie natürlich von den Dualen Systemen bezahlt. Wie hoch diese finanziellen Ausgleichszahlungen sind, hängt auch vom Verhandlungsgeschick ab. In Celle wird der Abfallzweckverband jetzt in eine neue Verhandlungsrunde gehen.

„Hintergrund ist das neue Verpackungsgesetz, das die alte Verpackungsverordnung ablöst“, sagt Tobias Woeste, Geschäftsführer des Zweckverbands Abfallwirtschaft. Nach den Bestimmungen ist der Abfallzweckverband verpflichtet, mit den Dualen Systemen, von denen es insgesamt neun gibt, eine so genannte Nebenentgeltvereinbarung zu treffen und eine Abstimmungsvereinbarung abzuschließen. Woeste hofft, dass es dabei leichter wird, als in den Vorjahren. Denn in der Vergangenheit waren die Verhandlungen gescheitert. Beim Altpapier musste der Abfallzweckverband mit allen neun Dualen Systemen Vereinbarungen erzielen.

Die Gespräche haben es in sich. Bei Altglas „gibt es am wenigsten Reibungspunkte“, sagt Woeste. Hier seien mit den öffentlich-rechtlichen Entsorgern die Rahmenbedingungen abzustimmen, sprich, „dass es möglichst nicht zu große weiße Flecken auf der Landkarte gibt, wo keine Sammelcontainer stehen, und dass der Lärmschutz gewährleistet wird“. Mit der Aufstellung von Altglascontainern und der Reinhaltung habe der Zweckverband nichts zu tun. Das sei allein Sache der Dualen Systeme.

Richtig zur Sache geht es dafür bei den Pappverpackungen. „Der Versandhandel boomt, entsprechend nimmt auch die Menge an Kartonagen im Altpapier zu“, berichtet Woeste. Etwa 30 bis 35 Prozent an Verpackungen findet sich in der Altpapiertonne. Demnächst werde ein Gutachten über die genauen Mengen vorliegen. Dann geht es um jeden Cent. „Wir sammeln die Kartons für unsere Kunden kostenlos mit ein. Diesen Aufwand wollen wir von den Dualen Systemen erstattet bekommen. Andererseits erzielen wir mit dem Altpapier auch Erlöse, davon möchten die Dualen Systeme ihren Anteil ausbezahlt bekommen“, erklärt Woeste.

Einige Duale Systeme werden sich ihren Anteil am Altpapier herausgeben lassen. „Wir müssen dann kilogrammgenau das Altpapier auf die LKW laden“, so Woeste, der darauf achten wird, nicht den Kürzeren zu ziehen. „Natürlich werden da auch Druckerzeugnisse dabei sein. Dafür gibt es aber höhere Erlöse als für Kartons und das wollen wir natürlich wiederhaben“, erzählt Woeste.

All das habe so gut wie keine Auswirkungen für die Kunden im Landkreis. Bei den Leichtverpackungen sieht das allerdings etwas anders aus. Hier kann der Zweckverband für die Dualen Systeme die Rahmenbedingungen vorgeben. Durch das neue Verpackungsgesetz sieht Woeste die Position der öffentlich-rechtlichen Entsorger zwar gestärkt. So dürfte sich am 14-tägigen Abfuhrrhythmus nichts ändern. „Doch die Dualen Systeme hätten gerne nur ein System, entweder Gelber Sack oder Gelbe Tonne. Es könnte in Celle daher über kurz oder lang auf letzteres hinauslaufen.“

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