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Celle Stadt Festliches von Bläsern und Orgel im Kontrast zu Pour l’Amour
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Festliches von Bläsern und Orgel im Kontrast zu Pour l’Amour
17:11 14.06.2016
Sabine Roth (Mitte) und Kai Thomsen (rechts) begeisterten das Publikum in der Neuenhäuser Kirche mit ihrem Auftritt. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

So folgten am vergangenen Sonntag die Gemeinde und viele Gäste der Einladung in die Kirchstraße in Celle. Ein Höhepunkt war das abendliche Doppelkonzert in der Kirche: Erst das klassische Bläser- und Orgelkonzert und anschließend, wie die „Hausherrin“ ankündigte, „ein so passendes Konzert für die Liebe“, mit dem Chanson-Duo „Pour l’Amour“.

Das Blechbläserensemble des KAV-Gymnasiums unter der Leitung von Sigrid Conrad hatte sich unter anderem auf festlich-barocke Turmsonaten eingespielt. Feierlich schallten Trompeten und Posaunen und füllten mit altehrwürdigen Klängen Chor und Kirchenschiff. Abwechselnd übernahmen im „Reißverschlussverfahren“ die Organisten Gustav Wißmann und Ekkehard Popp ihre Parts – Choral, Präludium, Fuge – ein festlich getragenes Konzert zum Jubiläum. Herausragend und sehr feinfühlig intoniert hatte Ekkehard Popp speziell zu diesem Anlass seine „Improvisation über ein tritonisches Motiv der drei Neuenhäusener Kirchturmglocken“ erarbeitet. Das tatsächliche Kirchengeläut wurde als Thema von der Orgel aufgenommen und variiert – erst einem Echo gleich, dann abgewandelt. Eine großartige Arbeit, die stürmischen Applaus erntete.

Lustig und zuweilen fast ein bisschen frivol dann die Ablösung, nach kurzer Umbaupause: Sabine Roth und Kai Thomsen mit viel „Pour l’Amour“. Mit Chansons bewiesen die beiden das richtige Händchen für die Zusammenstellung eines guten Programms. Wie sehr die Darbietungen des beliebten Duo geschätzt werden, bewies schon der Zuhörerstrom in die Kirche. Da hatte das kokette Anfangslied „Schau mich bitte nicht so an“ keine Chance – man hing an ihren Lippen und den flinken Fingern des talentierten Gitarristen. Das kleine Hütchen frech zur Seite gesteckt, bewies Sabine Roth darstellerische Fähigkeiten und gesangliches Können gleichermaßen.

Das Publikum bedankte sich für den optischen und musikalischen Genuss mit tosendem Beifall und dem Ertrotzen mehrerer Zugaben.

Von Doris Hennies