Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Feuerwehr-Hauptwache wird erneut teurer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Feuerwehr-Hauptwache wird erneut teurer
14:53 01.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Zusätzliche Ausgaben beim Ausschreibungsverfahren: 180.000 Euro; Mehrkosten beim Umbau der Sportanlagen: 130.000 Euro. Diesen Sachstand beim Neubau der Feuerwehr-Hauptwache musste die Politik im Oktober zähneknirschend zur Kenntnis nehmen. Jetzt muss die Stadt erneut bei dem Bauprojekt, das in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) errichtet wird, Geld nachschießen. Für das Controlling fallen weitere 95.000 Euro an, die man vorher nicht auf der Rechnung hatte.

„Die notwendige Ausübung der Bauherrenfunktion und des Qualitäts- und Termincontrollings konnte aufgrund der Stellenneubesetzung des Fachdienstleiters Gebäudemanagement und krankheitsbedingter Ausfälle nicht in der gebotenen Intensität durch das Personal des Fachdienstes Gebäudemanagement geleistet werden“, heißt es zur Begründung der erneuten Kostensteigerung. Als Konsequenz hat die Stadt die genannten Aufgaben an die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden vergeben. Und das kostet eben die Summe von 95.000 Euro.

Die geplante Einsparung durch das ÖPP-Projekt schmilzt damit weiter zusammen. Ursprünglich hatte man im Neuen Rathaus damit gerechnet, dass man im Vergleich zu einem konventionellen Bau der Hauptwache, der mit etwa 16,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen hätte, mit einem ÖPP-Projekt um die 3,84 Millionen Euro einsparen würde. Dieser Wirtschaftlichkeitsvorteil ist nach Ansicht der Verwaltung nach wie vor gegeben. So würde dieser Vorteil durch die durch das Controlling anfallenden Kosten lediglich von 18,11 Prozent auf 17,5 Prozent reduziert.

Allerdings vergisst man im Neuen Rathaus bei dieser Rechnung die bereits angefallen Mehrkosten für den Umbau der Sportanlagen und für den größeren Aufwand beim Ausschreibungsverfahren. Insgesamt waren hier 310.000 Euro angefallen. Rechnet man diese zusätzlichen Kosten ein, so verringert sich dieser „Wirtschaftlichkeitsfaktor“ um weitere etwa zwei Prozent. Das Thema wird heute im Finanzausschuss behandelt (17 Uhr, Altes Rathaus).