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Celle Stadt Feuriger Salsa-Cocktail begeistert das Publikum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Feuriger Salsa-Cocktail begeistert das Publikum
18:58 11.03.2012
Konzert von Cantina Campari mit karibischen Kl‰ngen begeisterten inb der Celler CD-Kaserne. Quelle: Gert Neumann
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Anlass war das Gastspiel ihres seinerzeit nach Süddeutschland gezogenen Bandleaders mit seiner neuen Formation „Sonrisa“. Doch zuvor machte Pannicke mit „Cantina Campari“ schon im Vorprogramm deutlich, welch offensichtliche Lücke die Auflösung der Salsa-Band in der Celler Kulturlandschaft hinterlassen hat. Ihr stark perkussives, temperamentvoll-ausgelassenes Spiel mit klangfarblichen Proportionen innerhalb eines animierend-mitreißenden karibischen Rhythmusgeflechtes ließ das Stimmungsthermometer des entfesselten Publikums schon nach wenigen Songs auf den Siedepunkt steigen. Und spätestens bei „Guantanamera“ begann die Halle zu kochen.

Diesen aufgeheizten „Kessel“ nutzte Pannicke nach der Pause mit seiner Rosenheimer Band „Sonrisa“, um den musikalischen Salsa-Cocktail mit immer neuen instrumentalen und vokalen Zutaten aufzumischen. Und mit seiner Fähigkeit, jederzeit Strom durch den guten Draht zum Publikum fließen zu lassen, sorgte er für eine anhaltend spannungsgeladene Atmosphäre unter den begeisterten Zuhörern. Mit virtuosen Drums, fetzigen Bläser-Einlagen, feurigen Rhythmen und souligem Gesang wussten die acht Musiker karibische Lebensfreude effektvoll in Töne zu packen: Zündende Salsa, Son Cubano, Merengue, Samba, Cha-Cha, Mambo und Bolero vermischten sich in brodelnder Dichte mit modernen lateinamerikanischen Klängen zu explosiv-grooviger High-Energy-Musik für Bauch und Beine! Und die im Latin-Lover-Hüftschwung mitgehenden Gäste taten das Naheliegendste, nutzten jede noch so kleine Lücke in der gut gefüllten Halle als Tanzfläche und gaben sich den ganzen Abend über lustvoll den mitreißenden Salsa-Klängen hin, einem Feuerwerk aus sehnsüchtiger Melodik, wirbelnden Läufen und funkensprühenden Knallbonbons. Da blieb am Ende nur noch der Wunsch, dass sich in Celle bald wieder eine Salsa-Band à la „Cantina Campari“ formieren möge.

Von Rolf-Dieter Diehl