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Celle Stadt Finale des Literaturfests Niedersachsen findet in Celle statt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Finale des Literaturfests Niedersachsen findet in Celle statt
09:28 21.07.2017
In der Celler Ratsmühle, der Galerie Dr. Jochim, dem Haus der Landschaft, dem Celler Logenhaus, dem Oberlandesgericht und im Fürstenhof (von links oben) findet das Festivalfinale statt, dass seinen Abschluss im Kunstmuseum Celle (Mitte) finden wird. Quelle: Erik Habermann (7)
Celle Stadt

Im Wolfsburger Planetarium nehmen Astronaut Gerhard Thiele und Birgitta Assheuer die Gäste mit in die unendlichen Weiten des Weltraums, Oliver Rohrbeck geht im Besucherbergwerk Rammelsberg in Goslar mit einem Live-Hörspiel unter Tage, auf dem Hermannshof in Völksen laden sechs Autoren zu einem Leseparcours zwischen Stadt- und Landleben und in Hannover können die Gäste bei einer fünfstündigen literarischen Busexpedition die Stadt erkunden. Zum Finale schließlich begeben sich die Besucher des Literaturfests in der 725 Jahre alten Residenzstadt Celle auf eine literarisch-räumliche Erkundungstour.

Neben zahlreichen renommierten Sprechern und Schauspielern wie Annett Renneberg, Katrin Fröhlich, Thomas Sarbacher, Ulrich Pleitgen und Johanna Gastdorf konnte die Intendantin des Festivals, Susanne Mamzed, auch bekannte Autoren und Dramaturgen gewinnen wie Markus Orths, Ingo Schulze, Ulla Lenze und Hauke Hückstedt.

„Als Themenfestival ermöglicht das Literaturfest Niedersachsen abwechslungsreiche Programme, die durch ihre besondere Ausgestaltung neue Formen der Literaturrezeption erlauben“, sagte Friedrich von Lenthe, Vorsitzender des Vorstandes.

Literaturfest-Freunde können in 21 Veranstaltungen durch Fantasieräume streifen, in virtuelle Welten eintauchen und auf abenteuerliche Raumexpeditionen gehen – bei Wandellesungen, Stadtrundgängen oder einem literarischen Road Trip. Die konsequente Themenorientierung jeder einzelnen Veranstaltung, die Auswahl außergewöhnlicher Orte und die besonderen Vermittlungs-formen tragen dazu bei, neue Zielgruppen und junge Menschen für Literatur zu begeistern.

Beim Festivalfinale unter dem Titel „Stadt(t)räume“ am Sonntag, 24. September, ab 14.30 Uhr haben die Gäste die Wahl zwischen zwei Routen, die sie an jeweils drei außergewöhnliche Orte in der Celler Innenstadt führen. Im Oberlandesgericht Celle, in der Rathsmühle, im Haus der Landschaft, im Logenhaus, Hotel Fürstenhof oder Haesler Haus öffnen sich Räume, die sonst nicht für Veranstaltungen genutzt werden, teilweise für die Öffentlichkeit gar nicht zugänglich sind. Die Schriftsteller Andreas Hillger, Sabrina Janesch, Ursula Krechel und David Wagner beleuchten die Entstehungszeit des Bauhaus-Stils. Schauspieler Timmo Niesner erweckt Otfried Preußlers mysteriöse schwarze Mühle aus dem Roman „Krabat“ wieder zum Leben. Sascha Rotermund gibt Einblicke in ein Logenhaus.

Zwischen den Lesungen führen die Routen durch die malerische Altstadt mit den denkmalgeschützten Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und dem Welfenschloss. Der Abend klingt bei Wein und Wasser – begleitet von der Sonic Art Group – im Kunstmuseum Celle aus.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt