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Celle Stadt Flüchtlinge: Schwierige Vermittling in Arbeitsmarkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Flüchtlinge: Schwierige Vermittling in Arbeitsmarkt
15:36 11.11.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Wie die basic-Initiatorin und VHS-Leiterin Liliane Steinke mitteilte, nahmen an dem Projekt 232 arbeitsfähige Flüchtlinge teil. Davon nahmen 29 eine sozialversicherungspflichtige Arbeit in Voll- oder Teilzeit auf. 18 Flüchtlinge haben Minijobs, drei Personen befinden sich in geförderten Beschäftigungen. Ein Teilnehmer hat sich eine Selbstständigkeit mit Backwarenverkauf und Stehcafé in Hamburg aufgebaut.

Aufgrund fehlender Deutschkenntnisse und der Nichtanerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen handelt es sich bei den Beschäftigungen zumeist um Helfertätigkeiten, zum Beispiel als Reinigungskraft, im Verkauf, in Großküchen, als Hausmeisterhelfer oder Fahrer.

Basic war eines von bundesweit 43 Netzwerkprojekten. Für die Situation von Flüchtlingen sollten Arbeitsmarktakteure, Behörden und Institutionen sensibilisiert werden. Dabei handelt sich um Flüchtlinge, deren Antrag auf Asyl abgelehnt worden ist, die aber aus verschiedenen Gründen nicht abgeschoben werden können. Sie haben eine befristete Aufenthaltsgenehmigung. Eine Arbeitserlaubnis wurde jahrelang verweigert. 2009 kam ein politischer Umschwung, verbunden mit der Forderung, eine existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen, um den Aufenthaltsstatus dadurch zu festigen. Die basic-Berater fungierten dabei als „Brückenbauer“ im Umgang mit Arbeitgebern, Behörden und Institutionen. Da die basic-Förderung nun ausläuft, kann lediglich noch ein Deutschkursus bis Anfang nächsten Jahres weitergeführt werden.

„Wir müssen uns neu organisieren“, sagte Steinke. Die VHS-Leiterin ist bemüht, das Projekt am Leben zu halten, sucht nach neuen Vernetzungen und hofft auf andere Fördertöpfe.