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Celle Stadt Ford 17M RS Coupé vor Schrottpresse gerettet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ford 17M RS Coupé vor Schrottpresse gerettet
14:31 08.12.2018
Bernd Wengeler präsentiert seinen Ford M17. Quelle: Kirsten Glatzer
Celle

Eigentlich wollte Bernd Wengeler damals im Jahr 1984 nur einen Auspuff für seinen R4 von einem Schrottplatz in Altencelle holen. Doch dann hing da dieser Ford 17M RS Coupé – der Motor lag im offenen Kofferraum – am Kran über der Presse, um verschrottet zu werden. Der damals 18-Jährige stand davor und wusste: Den will ich haben! Obwohl ihm Schrotthändler Ferdi­nand Roselieb abriet, kaufte er den Wagen für 300 Mark, brachte ihn nach Hause und bekam erst mal Ärger, weil er schließlich einen Auspuff für seinen Renault kaufen sollte, mit dem er täglich zur Arbeit fuhr. „Meine Eltern konnte meine Begeisterung für den M17 erstmal nicht nachvollziehen“, erzählt Wengeler.

Zwölf Jahre mit Traumauto unterwegs

Der Ford wurde in die Garage geschoben, zerlegt, jedes einzelne Teil gesäubert, alles wieder zusammengeschraubt und der Wagen rot-weiß lackiert. „Ich hab ihn zwölf Jahre gefahren. Er war und ist mein Traumauto“, schwärmt er. Dann fuhr ihm in Hannover jemand hinten rein – und das war’s. Das gute Stück wurde in die Garage geschoben, wo er heute noch steht.

Zweiten M17 in Hamburg gekauft

In den folgenden Jahren fuhr der Oldtimer-Fan viele Autos, aber der Ford ging ihm nie aus dem Kopf. „Mir war immer klar, dass ich irgendwann wieder so einen haben will.“ Als dann irgendwann ein Anruf vom Sohn seiner Freundin kam, der ihm erzählte, dass seit einer Woche ein M17 recht günstig bei ebay-Kleinanzeigen inseriert sei, war sich Wengeler sicher: Der ist längst weg. „Am Samstag hab ich dann aber doch angerufen und er war tatsächlich noch da. Es hatten sich zwar viele Interessenten gemeldet, aber niemand war gekommen, um sich den Wagen anzuschauen.“ Der stand bei einem Händler in der Nähe von Hamburg, wurde noch am selben Tag von dem Celler abgeholt – und ist nun seit mittlerweile zwei Jahren in seinem Besitz.

32. Platz bei Werner-Rennen

Das RS in der Typbezeichnung steht übrigens für Rallye Sport und sollte wohl den sportlich orientierten Fahrer ansprechen. Unter anderem sind Dekorstreifen an den Längsseiten und Rundinstrumente in Armaturentafel sowie Mittelkonsole typische Merkmale. Außerdem ist er vorne einen Zentimeter tiefergelegt – was sich allerdings nicht auf die Fahreigenschaften auswirkt, wie Wengeler versichert. Inzwischen wurden schon sehr viele Teile des „Originals“ an und in seinem „neuen“ M17 verbaut und er wird mit Begeisterung gefahren – allerdings nicht, wenn es regnet. Er ist nicht wasserdicht. Auch bei Streusalzgefahr bleibt er zu Hause. „Ich sorge dafür, dass es ihm gut geht, aber er soll schon noch alltagstauglich sein. Und er wird nie perfekt sein“, sagt der Ford-Fan. Letztes Jahr gab es für den Oldie zum Beispiel eine „Trophäe der ganz besonderen Art“. Beim wiederaufgelegten Werner-Rennen rollte während einer Pause ein T1-VW-Bus in die Beifahrertür, was kurzzeitig für schlechte Laune beim Fahrer sorgte.„Sonst wären wir sicher weiter vorn gelandet“, ist sich Bernd Wengeler sicher. So war es „nur“ Platz 32 bei knapp 300 Teilnehmern. Eine Ersatztür liegt übrigens schon bereit, sie muss nur noch lackiert und eingebaut werden.

Wiedergeburt für M17 vom Schrottplatz?

Seinen M17 vom Schrottplatz hat er trotzdem nicht aufgegeben. Vielleicht erlebt der ja doch noch mal eine Wiedergeburt. Wie damals, als er ihn als Schrotthaufen in die Garage schob und der Wagen später frisch lackiert und hochglänzend wieder rauskam. „Ich kann ihn nicht weggeben, das geht irgendwie nicht. Es gibt Dinge, die passen einfach. Und dieses Auto ist so ein Fall.“

Von Kirsten Glatzer

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