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22:54 09.01.2014
Celle

Olaf Glaeseker soll es nun richten. Bislang ist es der Staatsanwaltschaft nicht gelungen, Ex-Bundespräsident Christian Wulff ein strafbares Verhalten nachzuweisen – trotz jahrelanger Ermittlungen. Klar ist: Der Filmproduzent David Groenewold hat 2008 in München einen Teil der Hotelrechnung Wulffs bezahlt. Klar ist auch: Wulff hat sich später für ein Filmprojekt Groenewolds eingesetzt. Dass zwischen beiden Ereignissen ein strafrechtlicher Zusammenhang besteht, soll nun ausgerechnet Wulffs ehemaligen Vertrauter Glaeseker belegen, der selbst wegen Bestechlichkeit angeklagt ist. Zudem hat Glaeseker vielleicht noch eine offene Rechnung mit Wulff zu begleichen, weil der ihn Ende 2011 fallen gelassen haben soll, um seine eigene Haut zu retten. Während des Oktoberfest-Besuchs Wulffs im Jahre 2008 war Glaeseker allerdings gar nicht in München. Aber genau in dieser Zeit soll es zum rechtswidrigen „Deal“ zwischen Groenewold und Wulff gekommen sein. Was erhofft sich Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer nun von Glaesekers Aussage? Und, noch wichtiger: Wie glaubwürdig sind Glaesekers Angaben überhaupt? Mehr Klarheit wird seine Vernehmung vermutlich nicht bringen.

Von Michael Regehly