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Celle Stadt Frauen im Landkreis Celle öfter krank als Männer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Frauen im Landkreis Celle öfter krank als Männer
18:19 21.09.2016
Von Christopher Menge
Im Niedersachsen-Durchschnitt haben Frauen 15 Prozent mehr Fehltage wegen Krankheit als Männer, im Landkreis Celle sind es sogar 25 Prozent. Quelle: Maurizio Gambarini
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Im Landkreis Celle leiden Männer wesentlich häufiger (plus 229 Prozent) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Landesweit sind das viel weniger: Hier sind es 59 Prozent mehr Erkrankungen bei den Männern. Bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen haben Frauen im Landkreis Celle 98 Prozent mehr Ausfalltage (Niedersachsen-Durchschnitt 64 Prozent). Auch bei den Krebsleiden liegen sie mit 172 Prozent deutlich über denen der Männer, was durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist. Landesweit sind es 90 Prozent. „Betroffene Frauen stehen oft noch voll im Erwerbsleben“, erklärt Teifel. Die häufigste Krebserkrankung bei Männern, der Prostatakrebs, trete hingegen erst im höheren Alter auf – meist ab etwa 60 Jahren.

Insgesamt ist der Krankenstand im Landkreis Celle 2015 leicht gestiegen. Die Ausfalltage nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte zu. Mit 4,2 Prozent gab es in der Region einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,1 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Celle zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Die meisten Ausfalltage erfolgten weiterhin aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzustände nahmen um 3 Prozent ab und waren die Ursache für 17,8 Prozent der Krankschreibungen. Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis hatten einen deutlichen Zuwachs von rund 29,4 Prozent und lagen auf Platz drei. „Unternehmen können aus der Analyse wichtige Impulse für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnen“, so Teifel.