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Celle Stadt Frauenbeauftragte: Stelle wird nicht aufgestockt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Frauenbeauftragte: Stelle wird nicht aufgestockt
17:30 14.12.2011
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Bereits im November hatte sich der Personalausschuss mit dem Thema beschäftigt. Damals hatte vor allem die CDU eine fehlende Aufgabenbeschreibung für die Frauenbeauftragte bemängelt. Die Verwaltung sollte hier nachbessern und erklären, warum sie eine Ausweitung der Stelle haben wolle. Doch außer einem Tätigkeitsbericht von Fischer konnte das Neue Rathaus auch am Dienstagabend nicht im Detail darlegen, womit sich die Frauenbeauftragte zu beschäftigen habe.

„Die Gleichstellungsbeauftragte ist weisungsfrei. Insofern darf die Verwaltung ihre Aufgaben nicht beschreiben. Als Verwaltungschef werde ich daher einen Teufel tun, Vorgaben zu machen“, erläuterte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) seine Position. Als Ratsmitglied sei er jedoch der Auffassung, dass die Aufgabenbreite eine Ausweitung auf eine Vollzeitstelle rechtfertigen. Jens Rejmann (SPD) wies daraufhin, dass Themen der Integration und des demografischen Wandels der Frauenbeauftragten zugeordnet werden sollen. Allein das würde bereits eine Aufstockung der Stelle rechtfertigen.

In den Reihen der CDU wollte man dem allerdings noch immer nicht folgen. Für die Christdemokraten, so machte Michael Bischoff deutlich, habe die Haushaltskonsolidierung Vorrang vor dem Ziel, die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten voranzubringen.

Letztlich empfahl der Ausschuss mit den Gegenstimmen der CDU, die Stelle der Frauenbeauftragten auf 35 Stunden zu belassen. Der Job soll allerdings auch für Akademikerinnen attraktiver gestaltet werden, sprich mit einer möglichen Höherdotierung, falls sich eine Uni-Absolventin bei der Ausschreibung durchsetzt. Die Sekretariatstätigkeit soll ebenfalls bei 20 Stunden belassen werden.

Einen Tag nach dem Ausschuss sprach gestern SPD-Ratsfrau Amei Wiegel von einem „beschämenden Kungel-Ergebnis“. Das diesem Kompromiss auch die beiden SPD-Ausschussmitglieder zugestimmt haben, ficht Wiegel nicht an. Das sei nur geschehen, um Schlimmeres zu verhindern.