Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt „Freche Maus“ von Uli Stein auf Sondermarken verewigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Freche Maus“ von Uli Stein auf Sondermarken verewigt
15:16 06.05.2014
Celle Stadt

Sonderpostwertzeichen Serie: „Für den Sport“ zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

„Motive von Uli Stein“

Ob mit Siegerpokal, auf dem Treppchen oder im schwarzrotgoldenen Freudensprung: Mit Jubelposen kennt sie sich aus, die „freche Maus“. Die umtriebige Comicfigur des populären Cartoonisten Uli Stein ziert ab Mai 2014 gleich drei Sportmarken aus der Sonderpostwertzeichenserie „Für den Sport“.

Die Cartoons von Uli Stein, der hierzulande zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern seines Faches zählt, erschienen bis heute in über 100 Zeitschriften und Magazinen in ganz Europa. Angefangen hat die Karriere der „frechen Maus“ mit einer kleinen Zeichnung, die der gebürtige Hannoveraner bei einer Tageszeitung einreichte. Es folgten weitere – und so kamen im Laufe der Jahre viele Millionen Cartoonpostkarten, Bücher und Trinkgläser mit seinen kulleräugigen Tieren zusammen. Zwar gibt es auch viele Stein-Cartoons mit Hunden, Katzen und Pinguinen, so richtig berühmt gemacht hat ihn aber die „freche Maus“. Mittlerweile hat der Mäusezeichner Kultstatus erreicht.

Musikinstrumente „Klarinette“

Auf große Tournee geht die Klarinette bald im Briefmarkenformat: Als Motiv der diesjährigen Europamarke zum Thema Musikinstrumente. Diese sind das gemeinsame Thema, auf das sich die 49 Mitgliedsstaaten der Organisation der europäischen Postunternehmen, PostEurop, für das Jahr 2014 geeinigt haben. Der Beitrag aus Deutschland erinnert an die klangvolle Geschichte der Klarinette.

Die im frühen 18. Jahrhundert entwickelte Klarinette besticht als Instrument insbesondere durch ihre Flexibilität und ihren Tonumfang von fast vier Oktaven. In der Neuzeit erklomm die Klarinette den Gipfel ihrer Popularität in der Kammermusik, im Orchester, in Militärkapellen und im Jazz. Hohe Trompetentöne sind besonders schwer zu spielen – diesem Umstand verdankt die Klarinette ihre Erfindung. Ihre Verwandtschaft mit der Trompete verrät sie noch heute in ihrem Namen. „Clarino“ – das schrieben Komponisten schon im Zeitalter der barocken Trompetenkunst über jene Takte ihrer Partituren, in denen Trompeten besonders „hell“ gespielt werden sollten. Dank der Erfindung der Klarinette wurden die Trompeten von den hoch zu spielenden Passagen erlöst.

„250. Geburtstag J. Gottfried Schadow“

Johann Gottfried Schadow, 1764 in Berlin geboren, gilt als Hauptmeister der klassizisti-schen Plastik in Deutschland. 1789 erhielt Schadow den Auftrag die Quadriga, das Vierer-gespann auf dem Brandenburger Tor, zu gestalten. 1794 wird das Werk aufgestellt. Neben der Quadriga zählen das Grabmal des Grafen von der Mark (1790), ein bedeutendes Zeugnis des Frühklassizismus, sowie die Marmorgruppe der Prinzessinnen Luise und Friederike (1795/97) zu den Hauptwerken Schadows. Zu Schadows 250. Geburtstag sollen nun seine Person und sein Wirken mit einem Postwertzeichen gewürdigt werden. Das Motiv lenkt die Aufmerksamkeit auf Schadows künstlerische Zweitbegabung, denn der Bildhauer und Baumeister am preußischen Hof hat auch rund 2000 grafische Blätter hinterlassen.

Von Edgar Schröder