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Celle Stadt Freiheitsstrafe für Celler Drogendealer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Freiheitsstrafe für Celler Drogendealer
18:52 06.11.2018
Quelle: Polizei Celle
Celle

Zwei Männer hatten sich vor dem Schöffengericht in Celle für Taten aus den Jahren 2015 und 2016 zu verantworten. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete "gewerbsmäßiger Handel mit Drogen und Verbrechen nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG)". Die Staatsanwältin warf dem Hauptangeklagten insgesamt 60 verschiedene Delikte vor, sein Freund soll ihn dabei unterstützt haben. Der Hauptangeklagte wird zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.

Das Gericht hat in zwei Verhandlungstagen insgesamt acht Zeugen gehört, darunter Käufer der Drogen. Zu Beginn der Hauptverhandlung hatte der Hauptangeklagte mit seinem Verteidiger Gelegenheit, die Vorfälle zu beschreiben. Danach ist der Mann selbst Konsument von Drogen wie Marihuana und hat durch den Verkauf seinen Drogenkonsum finanziert.

Seine Wohnung in Celle war darüber hinaus auch beliebter Treffpunkt für andere Drogenabhängige. Bald sprach es sich in der Szene herum, dass dort in seiner Wohnung "Stoff" zu kaufen sei. So kamen fremde Menschen zu ihm und besorgten sich so ihren Bedarf an Marihuana. Der Kaufpreis: Pro Gramm waren zehn Euro fällig. Sein Freund, der ebenfalls angeklagt wurde, hatte mit dem Verkauf nichts zu tun, sondern hielt sich nur häufig in seiner Wohnung auf. Die Käufer meldeten sich bei dem Hauptangeklagten über Handy an und kamen dann vorbei.

Das "Geschäft" flog auf, als ein skeptischer Nachbar die Polizei informierte. Diese hatte dann die Angeklagten observiert und die Wohnung durchsucht. Dabei fanden Beamte neben Bargeld mehrere Beutel Marihuana, mehrere Handys und weitere Drogen.

Die gehörten Zeugen bestätigten die Vorgehensweise und die Schilderung des Angeklagten. Allerdings waren am ersten Verhandlungstag drei der jungen Zeugen, die Marihuana kauften, nicht gekommen. Zwei der Männer wurden dann am zweiten Verhandlungstag durch die Polizei zum Gericht gebracht, ein damals 15-jähriger Zeuge und Käufer konnte nicht gehört werden. Sein Wohnsitz konnte nicht festgestellt werden.

Nach Ende der Beweisaufnahme verständigten sich das Gericht, die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger darauf, dass die beiden Straftaten "vorsätzlich unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln und der Verkauf an Minderjährige" als Anklagepunkte bestehen blieben. Die Staatsanwältin plädierte für den Hauptangeklagten auf eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, die Zahlung von 2.250 Euro sowie die Übernahme der Verfahrenskosten. Die Verteidigung machte geltend, dass der Angeklagte geständig war und seit Beginn der Anklage nicht auffällig gewesen sei. Er forderte für seinen Mandanten 6 Monate weniger Freiheitsstrafe und eine geringere Geldrückzahlung.

Nach Beratung des Vorsitzenden Richters und der beiden Schöffen verkündete das Gericht das Urteil. Der Hauptangeklagte wird zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verkaufserlös von 2.250 Euro wird gerichtlich eingezogen. Die Strafe wird für eine Bewährungszeit von drei Jahren ausgesetzt.

Der zweite Angeklagte wurde vom Vorwurf des Handelns mit Betäubungsmitteln freigesprochen. Für den Besitz von Marihuana in geringem Umfang wird eine Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen je 15 Euro ausgesprochen.

Von Günther Borchers

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