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Celle Stadt Freude bei der CDU – SPD setzt auf Kommunalwahl 2016
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Freude bei der CDU – SPD setzt auf Kommunalwahl 2016
00:01 26.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Bei den Sozialdemokraten schaut man auf die "strategische Linie". "Wir denken langfristig. Unser Ziel ist die Kommunalwahl 2016. Mit dem gemeinsamen Kandidaten Gerald Sommer haben wir Rot-Grün als Idee gestärkt", kommentierte SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Maximilian Schmidt, den Ausgang der Landratswahl.

Dass es wohl vor allem nicht gelungen war, Sommer der SPD-Wählerschaft schmackhaft zu machen und ein eigener Kandidat mehr Stimmen bekommen hätte, fand SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann nicht. "Es wäre unklug gewesen, sich auseinander zu dividieren. Sommer war der richtige Kandidat." Eine Ansicht, die auch Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) teilte. "Das Ergebnis von Sommer ist auch dem Wahlzettel geschuldet", sagte Mende und spielte darauf an, dass Sommer als "Grüner" geführt wurde und nicht als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen. Das Wahlrecht ließ dies nicht anders zu.

Gute Laune herrschte unter den CDU-Mitgliedern. "Das ist ein sehr überzeugendes Ergebnis für den Landrat", meinte CDU-Kreisverbandsvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, Henning Otte, der sich auch in der Stunde des Sieges nicht verkneifen konnte, Spitzen gegen den politischen Gegner abzuschießen. Im Visier hatte er dabei Mende. "Ich kann nicht verstehen, dass der Oberbürgermeister und seine Frau persönlich für einen Kandidaten geworben haben, der gegen die Ostumgehung ist", so Otte. Mende reagierte empört: "Ich war als SPD-Mitglied am Stand, habe mein Amt nie in den Vordergrund gestellt. Ich denke nicht, dass wir unsere demokratischen Rechte bei der CDU anmelden müssen."

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Joachim Müller, hat Wiswe verdient gewonnen, habe er es doch verstanden, "die Probleme in den vergangenen Jahren zu lösen und Mehrheiten zu bilden".

WG-Fraktionsmitglied Ulrich Kaiser hätte sich ein besseres Abschneiden des Kandidaten Hoppenstedt gewünscht. "Wir haben das Ergebnis der Wählergemeinschaften gesteigert. Aber ich bin mit einer anderen Erwartung in die Wahl gegangen. Ich hatte mir 20 Prozent erhofft", sagte Kaiser.