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Celle Stadt Frischemarkt in Celler City öffnet Anfang März
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Frischemarkt in Celler City öffnet Anfang März
18:55 27.01.2014
Planen Pilotprojekt (von links): Ahlrich Weiberg, Sebastian Cramer und Carsten Bräumer. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle Stadt

Noch fehlen die mit Lebensmitteln gut gefüllten Regale, noch piepen keine Scanner an den Kassen, noch brummen keine Kühltruhen mit ihrer eisigen Ware. Aber es dauert es nicht mehr lange, bevor wieder Leben auf die 460 Quadratmeter große Ladenfläche im Hause Bergstraße 42 kommt: Am 3. März öffnet der Nahversorger mit einem Sortiment von rund 4000 Artikeln des täglichen Bedarfs an Lebensmitteln.

In enger Kooperation mit der Wilhelm Cramer GmbH aus Burgdorf startet die Lobetalarbeit das Pilotprojekt als Teil der Allertal-Werkstatt. „Das hat Modellcharakter. Das gibt es in dieser Form bisher nicht“, unterstreichen Lobetal-Chef Carsten Bräumer, Allertal-Werkstattleiter Ahlrich Weiberg und Cramer-Geschäftsführer Sebastian Cramer, das Besondere an diesem Frischemarkt in der Celler Innenstadt. In dem Lebensmittelladen werden sechs betreute Mitarbeiter und ein Gruppenleiter interessante Arbeitsplätze finden. „Das Team wird um einen Marktleiter, einen Stellvertreter und Verkäufer sowie Kassierer aus dem Hause Cramer ergänzt“, sagt Sebastian Cramer bei einem Planungsgespräch in dem noch leeren Laden. Zurzeit laufen sowohl in der Allertal-Werkstatt als auch bei Edeka die Auswahlverfahren. „Alle Mitarbeiter, die hier eingesetzt werden, erhalten Schulung und Einarbeitung in unseren Geschäften in Uetze oder Ehlershausen.“

Durch besonderen Service will der Frischemarkt bei den Innenstadtkunden punkten. Mit Regionalität, Flexibilität und Vielfalt sowie durch ein ständiges Optimierungskonzept soll auf die Erfordernisse der Kunden eines Citymarktes eingegangen werden, denn jeweilige Lebenssituationen prägen das Einkaufsverhalten.

„Das ist ein Stück gelebte Inklusion, bei der letztlich alle in die Pflicht genommen werden“, sieht Werkstattleiter Ahlrich Weiberg auch eine gesellschaftliche Aufgabe. „Das ist ein Lernprozess für alle Beteiligten.“

200 Menschen mit Behinderung hat Weiberg in unterschiedlichen Werkstattbereichen beschäftigt, von der Industriemontage über Holz- und Textilwerkstatt bis hin zum Allertal-Café oder dem Hotel und Café auf Gut Sunder in Meißendorf. „In Stübeckshorn bei Soltau haben wir eine land- und forstwirtschaftlich geprägte Werkstatt.“ Von dort werden künftig Gemüse und Kräuter geliefert – wenn dann die Regale, Kassen und Truhen stehen.

Von Lothar H. Bluhm