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Celle Stadt Frost macht in Celle keinen Frust
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Frost macht in Celle keinen Frust
17:59 01.03.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Kleine Wölkchen ziehen in den Morgenhimmel. Kathrin Körner nippt an ihrem Becher. Die Luft ist kalt, rund minus 11 Grad zeigt das Thermometer an, der warme Kaffee dampft. Das Heißgetränk wärmt von Innen und Außen. "Vor gut acht Jahren hatte wir schon einmal rund minus 15 Grad", erinnert sich die Marktfrau vom Großmoorer Kudammhof.

Die Verkäufer setzen allesamt auf das „Zwiebelschalenprinzip“. Sechs Lagen an Kleidung trägt Körner übereinander. "Top, T-Shirt, langärmliges Shirt, Pullover, Fleece-Teil und Winterjacke", zählt sie auf. Gerade der Aufbau des Standes in den Morgenstunden ziehe sich bei den kalten Wintertagen in die Länge. "Ich muss den kompletten Stand zu allen Seiten hin abdichten", sagt Körner. Doch so ging es vielen Beschickern gestern: Ihre Waren mussten sie hinter dicken Plastikvorhängen verbergen. "Meine beiden Standnachbarn sind erst gar nicht gekommen", erläutert Körner. Etliche Lücken tun sich zwischen den Verkaufspavillons auf.

"Blumenhändler werden Sie hier heute vergeblich suchen", sagt Barbara Seelkopf vom Hof Rotdorn. Die empfindlichen Pflanzen seien bei diesen Temperaturen nicht transportierbar. "Die Blumen frieren den Kunden auf dem Nachhauseweg kaputt", erläutert die Marktfrau. Doch damit auch das Obst und Gemüse nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, liegen immer Decken auf der Ware. "Wir wollen hier ja keine Tiefkühlkost anbieten", versichert sie. Den Salat habe sie noch gar nicht ausgepackt. "Erst wenn hier drinnen zwei Grad sind, holen wir den aus den Kisten raus", sagt Seelkopf und schaut auf eines der Thermometer, das zwischen dem Gemüse liegt. "Ach, jetzt haben wir ja die Temperatur erreicht, dann können wir ja jetzt loslegen", sagt die Verkäuferin.

Die Kälte steigt von unten durch den ganzen Körper. "Selbstgestrickte Wollsocken und Schuhe mit Schafsfell", lautet der Tipp von Rosi Heine. Das wirke wie ein Ofen von unten, erzählt die Verkäuferin vom Fruchthof Othmer. "Und natürlich noch einen Nierenwärmer", ergänzt Kollegin Claudia Wille. Doch zusätzlich setzen die beiden Frauen im Kampf gegen die Kälte, wie auch die anderen Standbetreiber, auf die Wärme aus der Gasflasche. "Drei Heizstrahler und noch ein kleiner Puster, an dem wir unsere Hände zwischendurch ein bisschen aufheizen", erzählt Wille.

Etwas ungelenk sei man durch die Kälte, gesteht Christine Ritzmann. "Wenn die Finger so kalt sind, kann man nichts richtig anfassen", sagt die Verkäuferin. Und selbst der Stift wollte heute morgen nicht so recht. "Der ist uns eingefroren", sagt Ritzmann und lacht.

Kartoffeln, Birnen oder Bananen sind die besonderen Sorgenkinder der Marktbeschicker. Nach Bananen schaut man gestern in den Auslagen vergeblich. "Wir lagern die Bananen in übereinander gestapelten Kisten", sagt Marktfrau Claudia Wille, "weit weg vom Eingang." Für die Kunden wird die kälteempfindliche Frucht dann noch extra in Papier gewickelt.

Zwar sei sie morgens etwas skeptisch gewesen, aber Kartoffeln und Birnen seien trotz der Kühle gut erhalten geblieben. "Wir bauen den Stand auf und heizen gleich ein", sagt Katharina Bahr von Kehrbachs Hof. Das Verladen müsse dann sehr schnell gehen. Von Außen zeichnet sich der Frost an den Zeltwänden ab. Damit sich die Kälte nicht auf die gelagerte Ware überträgt, platzieren die Mitarbeiterinnen Kisten zwischen Auslage und Plane. "Das ist eine natürliche Barriere", sagt Bahr.

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