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Celle Stadt Fünf Stunden Rocktail-Power
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Fünf Stunden Rocktail-Power
10:12 23.12.2013
Von Jürgen Poestges
Ein Rausch von Musik und Licht: "Rocktail" beeindruckte auch durch eine imposante Bühnen-Show. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Es ist diese eigenwillige, unvergleichliche Atmosphäre, die die Halle immer füllt, wenn „Rocktail – The Band“ auf der Bühne steht. Das Konzert findet traditionell kurz vor Weihnachten statt. Wer kommt, der weiß, dass er Qualität zu hören und zu sehen bekommt.

Der Abend war in sechs Blöcke unterteilt. Mit ZZ Top startete das Programm, bevor „Distance Call“, die Band des Rocktailers Arno Kädtler, ihre neue CD vorstellte. Spätestens, als die ersten Töne von „Sunday Bloody Sunday“ von U 2 erklangen, wusste dann jeder: Jetzt tauchte man ein in die Welt von „Rocktail“. Claudia Fraatz „Matcho“ Herzstein und „Freddie Mercury“ Franz Kühne mit zwei Queen-Nummern brachten den Saal buchstäblich zum Kochen.

Pink Floyd machten anspruchsvolle Musik, bei der man in den 70er Jahren vor dem Plattenspieler saß und träumte. Und deshalb forderte Moderator Ingo Bloeß die Besucher auf: „Setzt Euch hin, lasst Euch treiben in dem Gefühl der 70er Jahre.“ Und das „Volk“ gehorchte – das war ein Konzert-Gefühl wie in „alten Zeiten“. Allerdings nur, bis die Band um Gitarrist Alex Rossow und Sänger Rainer Unruh den Klassiker „Another Brick in the Wall“ anstimmte – da konnte niemand mehr still sitzen.

„Dr. Tod“ als Skelett kletterte aus dem alten Opel, der vor der Empore mit dem Schlagzeug stand, um den Block mit 80er-Jahre-Songs anzukündigen. Moritz „Mutz“ Hempel bewies hier einmal mehr, dass er keineswegs nur in der Welt seiner Metal-Band „Drone“ zu Hause ist. Routiniert spielte er seine Gitarre bei Stücken von Alice Cooper, Bonnie Tyler, Bon Jovi oder Guns ‚n‘ Roses. Härter wurde es mit „DANN“ um Sänger Gerry Garm („Hellfire“). AC/DC, die Ramones, oder Alice in Chains knallten da aus den Boxen.

Am Ende kann es sogar noch zum „Treffen der Generationen“. „Bäm“ aus Hannover ist ein Projekt, in dem sich Musiker aus verschiedenen Stilrichtungen zusammengeschlossen haben. Unter anderem ist daran Patrick, der Sohn von Ingo Bloeß, als Rapper beteiligt. Die Formation hangelte sich geschickt durch die verschiedensten Stile, ohne dass es langweilig wurde. Sie hatten keine Berührungsängste vor Songs von Alicia Keys, Daft Punk, Pink, Lenny Kravitz oder Eminem. Und im Zugabenblock gab es dann wirklich und wahrhaftig den ersten deutschen Song: „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang wurde ausgiebig mitgesungen.