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Celle Stadt Ganze Halle wird zum Resonanzkörper
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ganze Halle wird zum Resonanzkörper
14:13 02.12.2013
Die Celler Gruppe „Samba Beija Flor“ brachte mit vibrierendem, entfesseltem Samba-Reggae den Karneval von Rio auf die Bühne. Quelle: Alex Sorokin
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Frei nach dem Motto „Auf die Pauke hauen kann jeder, aber Trommeln ist eine Kunst“ servierten die drei mitwirkenden Gruppen mit ihrer Organisatorin Isabell Blas Moreno ein berauschendes Trommelfeuer. Und „schlagkräftige Beweise“ dafür, welch hohe Kunst dahinter steckt, die unterschiedlichen Trommeln von der Kesselpauke über Congas und Cajóns bis hin zum modifizierten Ölfass so zu beherrschen, dass man derart mitreißende treibende Beats und sprachlos machende konzertante Sounds darauf entstehen lassen kann.

Der eigentliche Star dieses Abends war die Show an sich: Eine Hommage an die pulsierende Welt der Rhythmen. Die Celler Gruppe „Samba Beija Flor“ brachte gleich zu Beginn mit vibrierendem, entfesseltem Samba-Reggae den Karneval von Rio auf die Bühne. Da sprang nicht nur der sprichwörtliche Funke über, sondern es entwickelte sich ansatzlos ein unaufhaltsamer Flächenbrand. Die ganze Halle wurde quasi zum Resonanzkörper, und die ansteckenden Polyrhythmen gingen buchstäblich in die Beine.

Ein berauschendes Gesamtkunstwerk aus Rhythmus und Choreografie, aus archaischer Kraft und meditativer Präzision zelebrierte die Hamburger Gruppe „Tengu Daiko“ auf ihren Taikos, traditionellen japanischen Trommeln.

Rolf-Dieter Diehl

Von Rolf-Dieter Diehl