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Celle Stadt „Gebirge“ am Trüller-Kreisel: Materiallager für Celler Bahnhofssanierung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Gebirge“ am Trüller-Kreisel: Materiallager für Celler Bahnhofssanierung
19:06 07.05.2015
Beim Umbau des Celler Banhofes wird Material abgetragen, aber auch neues benötig. Deshalb wurde an der Meteorstraße ein Lager errichtet.  Quelle: Alex Sorokin (2)
Celle Stadt

Seit einigen Tagen werden sie größer und größer. Schon von Weitem sehen heranfahrende Autofahrer die ockerfarbenen Spitzen. Auch Fußgänger und Radfahrer bleiben verwundert stehen.

Viele Celler fragen sich momentan, was am Trüller-Kreisel beim Combi-Markt gebaut wird. Sand, Kies und Steine sind dort zu kleinen Hügeln aufgeschüttet, die bereits über ein davorstehendes Werbeschild ragen. Dahinter fährt ein kleiner Bagger und ordnet das Material.

Mit ihren Fragen richten sich die Anwohner und Passanten an die Stadt Celle. Doch Stadtsprecher Wolfgang Fischer und seine Kollegen vertrösten die vielen Anrufer. Denn dort entsteht nichts – außer die imposanten Sandberge. „Die Fläche in der Meteorstraße wird als Lager- und Umschlagplatz für Baumaterial während der Bahnsteigsanierung der Deutschen Bahn genutzt“, erklärt Fischer.

Dafür nutzt die Firma ITG Ingenieur-, Tief- und Gleisbau aus Stralsund dieses Grundstück sowie eine Fläche hinter dem Celler Bahnhof. Neben dem Parkplatz „Auf dem Kampe“ wurde auch Platz für einen Container geschaffen. Dort haben Bauleitung und Bauüberwachung ein Büro.

Verbaut und abgetragen werden die Materialien im Moment überwiegend an den Bahnsteigen sechs und sieben. Diese werden saniert, und der Bau des zukünftigen Bahnsteigdaches wird vorbereitet. Ab Montag soll dieser Bereich wieder begehbar sein, sagt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst. Während der Bauphase werden die Abfahrten der Züge noch auf andere Gleise verlegt.

Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten noch andauern. In diesem Zusammenhang wird auch überlegt, weitere Lichtkunst-Elemente einzubauen. Der Celler Werner Gläser weißt darauf hin, dass bei einem derartigen Projekt die barrierefreie Gestaltung Vorrang haben sollte. „Menschen mit Seheinschränkungen sind außerordentlich blendempfindlich“, weiß der Beauftragte für Umwelt und Verkehr des Blinden- und Sehbehindertenverbands Niedersachsen.

Deshalb sollte direktes Licht so weit wie möglich vermieden werden. Gläser hofft, verstanden zu werden, denn „Ein Bahnhof ist in erster Linie ein Zweckbau, dessen gefahrlose Nutzung für alle Menschen garantiert werden muss.“

Von Johanna Müller