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Celle Stadt Gedankliche Perspektiven über Stadt und Land bei Live-Hörspiel im Kunstmuseum Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gedankliche Perspektiven über Stadt und Land bei Live-Hörspiel im Kunstmuseum Celle
13:55 27.09.2016
Celle Stadt

Erneut gilt es zu lauschen, zu schauen, zu wandeln. Die Schauspieler Marius Lamprecht und Johann Schibli nehmen die Betrachter – als Zuschauer und Zuhörer gleichermaßen – mit auf einen Streifzug zwischen Exponaten und Literatur. Worte und Stimmen treffen auf Farben und Formen und schaffen neue visuelle und gedankliche Perspektiven. „Die Phantasie geht auf Wanderschaft und bietet eine Fülle von Assoziationen“, formuliert Kuratorin Julia Otto und meint damit die Freiheit, sich inspirieren zu lassen, einen oder immer wieder neue, ganz eigene Blickwinkel zu entwickeln, zu finden und sich finden zu lassen. „Das entspricht dem großen roten Faden des Kunstmuseums Celle: Die Kraft der Idee. Hier geht es nicht um eine aufgesetzte Vermittlung von ‚Was ist Kunst‘ – das Bewegliche hat kein Konzept – sondern wir wollen einen Funken setzen, Mut und Kraft zu entwickeln eben für neue Ideen, ohne eine Bewertung oder einen festen Rahmen schon vorzugeben.“ Diese Form, offen zu bleiben, sich Fragen zu stellen, wenn zwei Elemente wie Werk und Wort zusammenkommen, könne intensive „Aha-Erlebnisse“ bieten, Umwege verbänden sich neu und schüfen neue Sicht- und Schwerpunkte. „Es hat durchaus etwas Spielerisches, zu dem wir mit unserem Live-Hörspiel einladen“, sagt Otto.

In diesem Kontext hat sich Ralph Blase, Dramaturg am Schlosstheater, auf die Suche nach inspirierenden, konspirierenden Texten zur aktuellen Ausstellung gemacht und diese in ein loses Konzept gebracht. Zu hören sind unter anderem Texte von Franz Kafka, Kurt Tucholsky, Hans Henny Jahnn und Marie Luise Kaschnitz.

Von Doris Hennies