Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Gelbe Säcke im Celler Ortsteil Neuenhäusen locken Ratten an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gelbe Säcke im Celler Ortsteil Neuenhäusen locken Ratten an
17:00 07.07.2014
Von Oliver Gatz
Verärgerte Bürger haben mittlerweile ein Schild aufgestellt, das anhand von Bildern zeigt, wie es am Fuhserandweg nicht aussehen soll. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

NEUENHÄUSEN. Wird Müll gedankenlos in der Gegend abgeladen, ist das ein gefundenes Fressen für Ungeziefer. Gerade in der Nähe von Gewässern können Unrat und Essensreste Ratten anlocken, die sich über offene Müllsäcke hermachen. In der Tätzestraße in Neuenhäusen, die an die Fuhse grenzt, hat die Stadt Handlungsbedarf gesehen.

Wie Neuenhäusens Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD) berichtet, haben Anwohner in der Vergangenheit wiederholt ihre Gelben Säcke bereits dann an die Straße gestellt, wenn sie voll waren – nicht, wenn die Abholung kurz bevorstand. In der Folge türmten sich die Müllsäcke zum Teil tagelang am Straßenrand. Verärgerte Bürger haben mittlerweile ein Schild aufgestellt, das anhand von Bildern zeigt, wie es am Fuhserandweg nicht aussehen soll.

Um das Problem mit dem Unrat in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Informationsblätter an die Hausgemeinschaften in der Tätzestraße verteilen lassen und die Anwohner auf den richtigen Umgang mit den Säcken hingewiesen. „Das scheint gegenwärtig zu laufen“, sagt Rodenwaldt. Er werde die Situation weiter beobachten. Gegebenenfalls müsse nachgesteuert werden, „damit es kein Rattenproblem gibt.“ Wichtig sei es, mit den Anwohnern zu reden. Sollte es weiterhin Probleme mit den Gelben Säcken geben, müsste über Alternativen nachgedacht werden. „Man kann die Leute nicht zu Gelben Tonnen zwingen“, sagt der Ortsbürgermeister. Aber vielleicht könne man die Hausgemeinschaften dazu bringen, große Container zu nutzen.

Probleme mit Ratten hat es bereits an anderen Stellen im Stadtgebiet gegeben. So hatte illegal abgeladener Hausmüll auf dem Gelände des Güterbahnhofs an der Neuenhäuser Straße die Nagetiere massenweise angezogen. Aufgrund der Rattenplage hatte das Ordnungsamt einen Schädlingsbekämpfer eingeschaltet. Er legte Ködermaterial aus – mit der Folge, dass alle Tiere der Population getötet wurden. Auch damals appellierte die Stadt an die Bürger, sich an das Verbot zu halten, Haus- und Biomüll nicht wild in der Gegend abzuladen.

Auch im Hehlentorgebiet, insbesondere in der Gegend um das Landessozialgericht, waren in der Vergangenheit vermehrt Ratten gesichtet worden. Mit einem Flugblatt wurden die Anwohner über Maßnahmen aufgeklärt, wie das Auftreten der ungeliebten Nagetiere vermieden werden kann. Drei Punkte, die unter anderem auf dem Flyer zu lesen sind: Abfälle sollen nur in verschlossenen Behältern wie zum Beispiel Mülltonnen entsorgt werden, Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung an die Straße gestellt werden und Speisereste dürfen nicht über die Toilette oder das Abwaschwasser in den Schmutzwasserkanal gespült werden. Das Flugblatt, das es auch in kurdischer Sprache gibt, listet zudem Maßnahmen an Gebäuden zum Schutz vor Ratten auf – zum Beispiel den Einbau von Rückschlagklappen oder Gittern. Auch gibt es Ratschläge fürs richtige Kompostieren.