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Celle Stadt Gelebte Inklusion auf Tanzparkett
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gelebte Inklusion auf Tanzparkett
16:32 25.11.2018
Beim barrierefreien Tanzvergnügen D.I.S.C.O. gibt es keine Berührungsängste. Quelle: Birgit Stephani
Celle

"Hallo, ich bin Bärbel. Wer bist du?" Schon beim Warten am Eingang findet man als Besucher der D.I.S.C.O.-Party, dem barrierefreien Tanzvergnügen in der CD-Kaserne, erste neue Freunde. Geduldig warten hier alle, dass es in die Halle geht. Das dauert jedoch länger als bei anderen Veranstaltungen, denn viele der Besucher kommen mit dem Rollstuhl oder brauchen sonst irgendwie länger für ihren Weg. Das stört hier aber keinen.

Wo man sonst schon mal von den hinteren Gästen hört "Geht das auch mal schneller?", herrscht hier Gelassenheit und – besonders auffällig – ein freundschaftliches Miteinander. So stellt Bärbel auch gleich ihre Freundin Beate vor, mit der sie an diesem Tag so richtig feiern möchte. Und hat man einmal begonnen, sich untereinander bekanntzumachen, nimmt die Vorstellungsrunde scheinbar auch kein Ende.

Party sind etwas ganz Besonderes

Dieter ist ebenfalls zur Party gekommen. Ihn beschäftigt im Moment aber nicht nur die Suche nach Kleingeld, sondern die Tatsache, dass die Party seiner Meinung nach an diesem Donnerstag schon früher zu Ende sein soll. Woher er diese Information hat, bleibt unklar. Er holt einen Flyer aus der Hosentasche und reicht ihn weiter. Dort ist zu lesen "Beginn: 18 Uhr". Vom Ende steht dort nichts. Trotzdem ist er sich sicher, es sei früher Schluss als sonst. Den Flyer, erzählt er stolz, habe er schon lange in der Hosentasche. Dem Aussehen nach scheint das auch zu stimmen, als eine Art Heiligtum scheint Dieter ihn in den vergangenen Wochen mit sich herumgetragen zu haben. Das macht aber auch deutlich: Die Partys sind etwas ganz Besonderes für die meisten Besucher.

Anderes Flair als in Diskotheken

Als barrierefreies Tanzvergnügen hat sich die Veranstaltungsreihe mittlerweile mehr als etabliert. Der Grundgedanke: Alle feiern gemeinsam. Fast schon etwas schade ist da, dass die Besucher größtenteils aus Einrichtungen wie Lobetal oder der Lebenshilfe kommen, das "normale" Partyvolk hingegen nutzt die Chance kaum. Das ist von daher schade, da es sich bei der D.I.S.C.O. tatsächlich um eine ganz besondere Party handelt. Dort herrscht ein ganz anderes Flair als in anderen Diskotheken. Es ist fast wie ein großes Fest mit guten Freunden. Denn ob man sich kennt oder nicht, ist hier vollkommen egal. Man lernt sich kennen und bleibt nicht lange allein, man hält sich gegenseitig die Türen auf, hilft sich über Türschwellen und kann sich zu jeder Gruppe einfach dazugesellen. Alleine bleibt beim barrierefreien Tanzvergnügen niemand – das ist gelebte Inklusion. (bis)

Von Birgit Stephani

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