Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Geoenergy steckt Claim in Celle ab
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Geoenergy steckt Claim in Celle ab
17:25 07.12.2016
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Das Areal umfasst einen großen Teil des Stadtgebiets von Celle. An den Rändern werden noch Bereiche von Hambühren, Adelheidsdorf, Nienhagen und Winsen gestreift. Mit der Erlaubnis seien noch keine technischen Maßnahmen, wie zum Beispiel Bohrungen, verbunden, teilte das LBEG mit. Die Behörde betonte, dass bei späteren Anträgen auf seismische Untersuchungen oder Bohrungen "auch Umweltbelange wie Wasserrecht, Naturschutzrecht und Immissionsschutzrecht" in eine Entscheidung einfließen würden.

"Die Aufsuchungserlaubnis ist Grundvoraussetzung, um überhaupt einmal daran zu denken, bohren zu können", erklärt Wolfgang Genannt von Geoenergy. Das "Claim" steht in Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie für das Geothermie-Projekt in der Heese, mit dem 2400 Celler sowie öffentliche Einrichtungen wie Schulen mit Erdwärme versorgt werden könnten. Bis Mitte kommenden Jahres soll nun erkundet werden, wo Bohrungen den größten Erfolg versprechen. "Ohne diese Aufsuchungserlaubnis hätten wir später keine Rechte für die Bohrungen", so Genannt. Bis Mitte 2017 wolle man "bohrbereit" sein.

Geoenergy ist allerdings nicht nur in Celle oder Deutschland, sondern international unterwegs. Bei einem Besuch in Island hat der Verein mit dem Iceland Geothermal Cluster die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet. Hierzu reiste eine Delegation, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Thor Noevig, Achim Fischer-Erdsiek von der NW Assekuranz und Maurice Walter von Hartmann Valves nach Reykjavík.

Neben der Vorstellung des neuen 100 Megawatt starken Geothermiekraftwerks, Peistareykir, stand die Besichtigung des Iceland Deep Drilling Projects 2 auf dem Programm. Dabei sollen "superkritsche Zonen" mit Temperaturen von 400 bis 500 Grad zur Energiegewinnung genutzt werden. Für das Projekt wurde bereits von der NW Assekuranz ein Risikoabsicherungs- und Versicherungskonzept entwickelt. Weiteres Thema des Besuchs war die Entwicklung von Standards für geothermische Projekte.