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Celle Stadt Gesamtschule in Celle: Losentscheid wahrscheinlich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gesamtschule in Celle: Losentscheid wahrscheinlich
12:28 15.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Bilder vom Ernestinum. Auch mit komm. Schulleiter Peter Mack und komm. StellvertreterJör Mollenhauer (links). CELLE. Das Gymnasium Ernestinum führt seinen Ursprung bis auf die im Jahre 1328 gegründet Lateinschule zurück. Doch die Jahrhunderte alte Geschichte der Traditionsschule könnte sich bald dem Ende nähern. Der vom Landkreis Celle beauftragte Schulgutachter Wolf Krämer-Mandeau hat der Politik im Kreistag nahe gelegt, das Gymnasium aufzulösen. Hintergrund: Insgesamt zurückgehende Schülerzahlen und die Einrichtung einer Gesamtschule am Standort Schulzentrum Burgstraße. Krämer-Mandeau hat gestern in der Mensa des Ernestinums den zweiten Teil seines Schulgutachtens vorgestellt. Darin geht es neben Veränderungen bei den Berufsbildenden Schulen vor allem um die Zukunft des Ernestinums. Krämer-Mandeau legte dar, dass sich die Zahl der Gymnasialschüler von 2009 bis 2020 von etwa 4000 auf 3000 um 25 Prozent reduzieren werden. Schon dies allein würde bedeuten, dass nicht alle Gymnasien in Celle zu halten sein werden. Hinzu kommt die Einrichtung einer Gesamtschule zum Schuljahr 2014/2015, die nach Einschätzung des Gutachters einen starken gymnasialen Anteil aufweisen werde. Nach Analyse der Raumsituation ist Krämer-Mandeau, der anregt, diese Schule auf sechs Züge zu beschränken, davon überzeugt, dass die Gesamtschule nur im Schulzentrum Burgstraße unterzubringen ist. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Celler Eltern haben nach der Einrichtung einer Gesamtschule förmlich gedürstet. Dieses dürfte jedem klar geworden sein, der den großen Zuspruch für die Infoveranstaltung für die neue Schulform im Landkreis gesehen hat. Etwa 500 Gäste waren am Montag in das Schulzentrum Burgstraße gekommen, um mehr über das Konzept der Gesamtschule zu erfahren. Kurz vor dem Ziel dürfte es allerdings bei vielen Eltern und Kindern traurige Gesichter geben. Denn die Kapazität ist auf im beginnenden fünften Jahrgang auf 150 Kinder begrenzt. Die Glücklichen, die einen Platz bekommen, werden über das Los ermittelt, falls zu viele Anmeldungen vorliegen sollten.Die Auslosung der Plätze war eines der Hauptthemen bei der Infoveranstaltung. Das Verfahren läuft wie folgt. "Die zur Verfügung stehenden Plätze werden durch ein qualifiziertes Losverfahren nach Leistungstöpfen vergeben, welches den derzeitigen repräsentativen Querschnitt der Schülerschaft des Schulbezirks abbildet. Es werden im Kern drei Töpfe gebildet. Ausschlaggebend ist die Durchschnittsnote der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkunde", erklärt Meike Kerker, Leiterin der Planungsgruppe für die Gesamtschule.Auf Kerker und ihren Stellvertreter Sebastian Zeblewski könnte am Anmeldewochenende viel Arbeit zukommen. Die Termine sind am 26. Juni, 8 bis 13 und 14 bis 19 Uhr, und am 27. Juni, 8 bis 13.30 Uhr. Dazu müssen die Eltern die Geburtsurkunde, das aktuelle Zeugnis, das Anmeldeformular, das Ergebnis der Beratungen über die geeignete Schulform und den Vertrag mit der GmbH „Mobiles Lernen“ für das iPad mitbringen. Sofort danach werden die Anmeldungen ausgezählt und gegebenenfalls ausgelost. "Die Schreiben gehen dann sofort raus, weil die Eltern, die nicht berücksichtigt werden konnten, ihre Kinder ab Dienstag auf eine andere Schule anmelden müssen", so Kerker.Für Eltern im Westkreis ist auch bei Ablehnung die KGS Schwarmstedt immer noch eine Alternative. "Auch nach Einrichtung der IGS in Celle ist der Besuch bei der KGS Schwarmstedt zulässig und möglich. IGS und KGS sind unterschiedliche Bildungsgänge. Somit können sich auch Bewerber, die keine Zusage von der IGS erhalten sollten, dann in Schwarmstedt anmelden", stellte Wernfried Helmers vom Landkreis Celle klar.