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Celle Stadt Gesamtschule ist keine Gleichmacherei
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gesamtschule ist keine Gleichmacherei
15:21 18.04.2013
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Aus Sicht der Befürworter wollte Assenheimer die Vorteile einer Gesamtschule darlegen. „Und ich bin eine Befürworterin. Die Gegenargumente haben sie vielleicht mal in der Zeitung gelesen“, sagte sie vor etwa 40 Eltern, die vor der Frage stehen, ob sie ihre Kinder auf eine Gesamtschule schicken würden, falls diese zum Schuljahr 2014/2015 in der Stadt eingeführt würde. Gemeinsames Lernen von Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Jahrgangsteams in der Lehrerschaft von Klasse 5 bis 10, Förder- und Forderpläne, ausgeprägter Projektunterricht, kein Sitzenbleiben – das waren ein paar der Kernpunkte, die Assenheimer vortrug.

Bei der Fragerunde unter den Eltern wurde deutlich, dass die Schulform Gesamtschule den meisten Erziehungsberechtigten noch vollkommen fremd war. So konnte sich eine Mutter überhaupt nicht vorstellen, dass auch Kinder mit Gymnasialempfehlung von ihren Eltern auf eine Gesamtschule geschickt werden könnten. „Dem widerspreche ich“, sagte Assenheimer. „Wir haben in der Regel einen Anteil von 40 Prozent. Die Eltern wollen ein anderes Lernen“, fügte sie hinzu. Eine Gesamtschule bedeute auch keine Gleichmacherei.

Auch dass es von Klasse 5 bis 8 keine Noten, sondern Lernentwicklungsberichte gibt, löste Befremden im Publikum aus. Hier kam eine Zuhörerin Assenheimer bei einer Antwort zuvor: „Ich glaube, für die Kinder ist das gar nicht so schwer, wie wir denken. Die Eltern müssen umdenken“, sagte sie.

Eine weitere Informationsveranstaltung zur Gesamtschule findet am kommenden Dienstag, 23. April, 19 Uhr, im Schulzentrum Burgstraße statt.