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Celle Stadt Getanztes Herzrasen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Getanztes Herzrasen
18:47 04.09.2017
Von Jürgen Poestges
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Von Borstel ist Autor des Spiegel-Bestellers „Herzrasen kann man nicht mähen“. Im Rahmen von „Kultur im Zelt“ in der CD-Kaserne stellte er vor rund 70 Besuchern sein Buch vor. Die Lesung alleine war schon sehr unterhaltsam und informativ. Quasi als Zugabe bewies er auch noch, welch großartiger Science-Slammer er ist. Mit dieser Nebenform des Poetry-Slam erklärte er anschaulich, wie auch ein Anfänger eine Herzmassage erfolgreich machen kann.

„Man muss wissen“, so der 29-Jährige, „dass man 100- bis 120-mal pro Minute drücken muss.“ Dazu gab er die entsprechende Eselsbrücke – altersgerecht. Für das „Mittelalter“ ist der Song „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees als Rhythmusgeber am besten. „Ich bin Jahrgang 1988, für mich sind die hier am besten“, sagte von Borstel lachend. Zu hören waren die Backstreet Boys mit „Quit Playing Games with my Heart“. Und für die Menschen, „die älter sind als meine Mutter“, hatte er auch etwas dabei: den guten alten Radetzky-Marsch.

Daneben erfuhren die Besucher vom katastrophalen ersten Tag des Autors als Praktikant in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Da bediente er die Kaffeemaschine falsch – und wurde zum Staatsfeind Nummer eins in der Abteilung.

Von Borstel hat gute Erinnerungen an Celle. Einige Freunde saßen im Publikum, in ihrem Garten hat er einen Teil des Buches geschrieben. Im Anschluss sei er im „Morlock“ anzutreffen, erklärte er.

Die begeisterten Besucher waren sich hinterher uneins: Soll von Borstel weiter Medizin studieren, um ein guter Arzt zu werden? Oder doch lieber weiter Bücher schreiben, damit er noch einige Male zurückkommt zu Lesungen auf die Bühnen der Herzogstadt.