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Celle Stadt Gewerbe: Stadt muss Konzept für Zukunft finden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gewerbe: Stadt muss Konzept für Zukunft finden
16:26 11.02.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

Wichtig, sehr wichtig sei sie, die Celler Innenstadt und ihre Entwicklung, meint CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Heiko Gevers. Doch bei aller Fokussierung auf die City dürfe die Stadt nicht den Rest ihrer Wirtschaft – und das sei mit etwa mit dem Netzwerk Bohr- und Geothermietechnologie mehr als nur eine Randerscheinung – aus den Augen verlieren. „Wir müssen etwas für unser Gewerbe tun und diesen Bereich konzeptionell weiterentwickeln“, fordert Gevers.

Gewerbestandortplanung sei ein integraler Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik, so Gevers: „Die Gestaltung der Gewerbeflächenpolitik als eigenständiger Bereich einer aktiven und nachhaltigen Standort- und Stadtentwicklung ist insbesondere auch angesichts der besseren Anbindung an die Region Hannover eine Chance, die einer zukunftsgerichteten, nachhaltigen Planung bedarf.“ Dabei seien gemeinsame Gewerbeparks mit Nachbargemeinden wie etwa Adelheidsdorf ebenso in die Überlegungen mit einzubeziehen, wie etwa eine städtische Gesellschaft zur Entwicklung von Gewerbeimmobilien: „Zur Standortsicherung für bestehendes und zur Ansiedlung neuen Gewerbes ist die Neuausweisung von Gewerbeflächen in der Stadt und im städtischen Nahbereich entlang der neuen Ortsumgehung eine besondere Chance.“

Die bloße Neuausweisung von Gewerbeflächen sei für eine nachhaltige Gewerbeflächenpolitik nicht ausreichend, unterstreicht Gevers: „Vielmehr ist es erforderlich, auch die vorhandenen Potenziale aufzuwerten, um die gewerbliche Situation Celles nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um die Reaktivierung von vorhandenen, integriert liegenden Brachflächen. Hohe Priorität hat vor allem auch die Modernisierung der vorhandenen Gewerbestandorte, etwa durch das Angebot von besonders leistungsfähigen Internetzugängen.“ Denkbar seien auch der Anschluss- und Benutzungszwang für zentrale Wärmeversorgungen oder die Vorschrift, Gewerbe-Neubauten so nach Süden auszurichten, dass auf ihren Dächern Solaranlagen errichtet werden könnten.

„Ein ganzheitliches Gewerbe-Konzept haben wir noch nicht – von daher freue ich mich über den CDU-Antrag“, sagt Stadtbaurat Matthias Hardinghaus. Die vorhandenen Gewerbegebiete seien voll oder wie die Wietzenbrucher Kolkwiesen nicht attraktiv: „Wir müssen auch über ganz andere Standorte nachdenken. Eines scheint jetzt schon klar zu sein: Die neue B3 wird in Sachen Gewerbeflächen eine kleine Revolution für Celle sein.“