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Celle Stadt Girls’ Day verkommt zum „einfachen Praktikumstag“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Girls’ Day verkommt zum „einfachen Praktikumstag“
15:18 23.02.2010
Celle Stadt

„Die Kinder gehen im Moment häufig einfach dorthin, wo es sich leicht organisieren lässt. Dabei gibt es durchaus ein vielseitiges Angebot und sehr gute Projekte, zum Beispiel von der Bundeswehr, der Landesfeuerwehrschule und der Polizeiinspektion“ so die Celler Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Fischer.

Die Idee des bundesweiten „Girls’ Day“ war ursprünglich, Mädchen in die vom Klischee her „männlichen“ Berufe einzuführen. In Niedersachsen wurde dieser Tag in den „Zukunftstag für Mädchen und Jungen“ umgewandelt, auch Jungen sollten die Möglichkeit haben, sich mit „Frauenberufen“ zu befassen. Mit einiger Besorgnis betrachtet das Frauenforum in Celle die Entwicklung, der Gestaltung des „Zukunftstages“ in der Region. Die wenigsten Eltern und Lehrer achteten darauf, den Tag mit der eigentlichen Intention zu organisieren. Deshalb fände inzwischen in einigen Schulen der Tag nur noch wenig Beachtung. Die Notwendigkeit für einen weiteren „normalen“ Praktikumstag ist nach Meinung des Frauenforums vor dem Hintergrund der wachsenden Belastungen in der Schule zumindest zweifelhaft.

„Wenn also Zukunftstag, dann bitte mit einer entsprechenden Zielrichtung“. Darauf sollten alle Beteiligten in Zukunft wieder stärker achten, mahnt das Frauenforum.

Von Wiebke Quader