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Celle Stadt Glam-Rock, Kult-Hits und Bonanza-Räder in Celler Congress Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Glam-Rock, Kult-Hits und Bonanza-Räder in Celler Congress Union
17:52 10.04.2016
Von Jürgen Poestges
Sängerin Steffi Steglich und die Tänzerinnen der Rock-Revue entführten ihr Publikum in die 70er Jahre. Quelle: Alex Sorokin
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Einiges geboten wurde da von Produzent Uwe Müller, der auch das Schlagzeug im sechsköpfigen Graf-Zeppelin-Orchester spielte. Er und seine Mitmusiker Martin „Wunz“ Hohmeier, Stephan „Winkel“ Winkelhake, Olli Schröder, Volker Fastenau und Kord „Kuddel“ Lampe begeisterten mit harten Rhythmen und eingängigen Riffs. Die Sänger Alexandra Rogosch, Alwin Barg, Pit Hupperton und Steffi Steglich brauchten sich nicht hinter der Musik zu verstecken. Die „Ballroom Girls“ umrahmten die Songs mit Tanzdarbietungen, und Horst Halstenbeck gab so manche Anekdote aus den 70ern zum besten. Er erinnerte zum Beispiel an die unvergesslichen Bonanza-Fahrräder, oder an einen Pampelmusen-Likör namens "Samba".

Die Songauswahl war breit gestreut. Da gab es die „Hymnen“ "Born to Be Wild" von Steppenwolf, Musik zum Film „Easy Rider“, und „Smoke on the Water“ von Deep Purple oder „Paranoid“ von Black Sabbath. Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ nicht zu vergessen oder ein Medley von Rolling-Stones-Songs als Zugabe.

Es war auch die ein oder andere Perle dabei, die man schon lange nicht mehr gehört hatte. „More than a Feeling“ von Boston etwa, oder „Barracuda“ von Heart. Und "Samba pa ti" von Santana ließ so manch eine Erinnerung an Partys aus der Jugend wieder wach werden. Nicht fehlen durfte da natürlich auch der Glam-Rock dieser Zeit. The Sweet mit ihrem Song „Love Is lLike Oxygen“ oder die legendäre Suzi Quatro („Can the Can) standen hier als Paten zur Verfügung.

Schade war nur, dass die Halle nur zu vielleicht einem Drittel gefüllt war. So kam auch erst richtige Stimmung nach der Pause auf. Vorher trauten sich die wenigsten, sich von ihren Sitzen zu erheben und zu tanzen. Am Ende aber gab es Standing Ovations für das Ensemble. Eine tolle Show, die mehr Zuspruch verdient gehabt hätte.