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Celle Stadt Glanzvoller Auftakt für Celler Hengstparaden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Glanzvoller Auftakt für Celler Hengstparaden
19:29 17.08.2018
Von Michael Ende
Quelle: Anne Friesenborg
Celle Stadt

Mut, Standfestigkeit, Routine und ein perfektes Zusammenspiel von Pferd und Mensch sind gefordert, wenn es zum Beispiel um reiterliche Kunststücke wie die „Ungarische Post“ geht: Dann „surfen“ Gestüts-Mitarbeiter auf zwei in vollem Galopp dahin preschenden Rossen. Derlei Akrobatik beeindruckte das Publikum – ebenso wie die Kraft der springenden Nachwuchs-Hannoveraner und Gast-Kaltblüter, die Grazie der Dressur-Reiter, die Pracht der historischen Hofwagen, die Anmut und Eleganz der Pferde etwa aus dem Friesenstall Marschhorst und dem tschechischen Nationalgestüt Kladruby nad Labem oder die schiere Power der römischen Quadrigen.

Neu am Konzept ist, dass die Besucher selbst „dosieren“ können, wie viel Parade sie haben möchten. Gäste haben die Wahl: Wenn sich die berühmten Celler Hengste auf den grünen Paradeplatz in zwei Blöcken je eineinhalb Stunden in funkelnden Geschirren präsentieren, flanieren Gäste mit günstigen „Einlasskarten“ durch die große Ausstellung und werfen einen Blick auf den Paradeplatz, wenn sie ein Schaubild fasziniert. Wer sich stärker auf die Pferde konzentrieren will, genießt die Parade ganz in Ruhe von einem festen Sitzplatz aus. Auch diese Besucher haben durch die großzügige Pause ebenfalls genug Zeit, das bunte Rahmenprogramm mit 90 Ausstellern in vollen Zügen zu genießen.

Die Gäste waren begeistert. „Hier wird einem wirklich was geboten“, sagte Erika Zimmermann aus Frankfurt am Main, die mit ihrem Mann Rainer auf der Reise an die Ostsee einen Zwischenstopp an der Aller gemacht hat. Nachdem die beiden durch die Ausstellung gebummelt waren und und sich auf der abwechslungsreichen „Food-Meile“ gestärkt hatten, beobachteten sie, wie sich die schnaubenden Stars der Parade von ihrer besten Seite zeigten: „Wow – faszinierend.“

Landstallmeister Axel Brockmann freute sich über die Besucher-Zuspruch: „Ich hoffe, dass es am Wochenende so richtig rund geht und nicht nur Pferde-Fans, sondern auch Celler und Touristen zu uns kommen, die einfach nur eine schöne Zeit verbringen wollen.“

Zum ersten Mal hatte das Atelier 22 zu einem „Künstlergespräch“ eingeladen. Kunsthistorikerin Meggie Hönig sprach mit Faisal Al Hasan, dessen Ausstellung „Zivilisation im Wandel“ gerade im Atelier 22 läuft. Das Gespräch lief leider wegen großer Probleme bei der Übersetzung eher schlecht als recht. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde es dann noch einmal interessant, als Al Hasan bei vier Gemälden die Symbolik und die Aussage erläuterte.

17.08.2018

Wie in vielen deutschen Gemeinden wurde in Ronnenberg (Region Hannover) das friedliche Zusammenleben der Juden mit Nachbarn und Kunden zerstört, nachdem 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen. In der Pogromnacht 1938 wurden die jüdischen Familienväter in das KZ Buchenwald deportiert und bedroht. Die neue Ausstellung „Juden in Ronnenberg – Flucht oder KZ“ in der Celler Synagoge von Peter Hertel und seiner Frau Christiane Buddenberg-Hertel dokumentiert die Geschehnisse und das Leben derer, die den Nazis entkamen oder von diesen ermordet wurden.

17.08.2018

Organist und Dirigent Hansjörg Albrecht ist ein Musiker, der aus dem Erzgebirge stammt, im Dresdner Kreuzchor gesungen hat und daher alleine schon durch die biografischen Prägungen in einer dezidierten sächsischen Musiktradition steht. Als Nachfolger von Karl Richter beim Münchner Bach-Chor ist er aber zugleich einem Erbe verpflichtet, das die Musik Johann Sebastian Bachs als Ausdrucksmusik versteht.

17.08.2018