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Celle Stadt Glenn-Miller-Orchestra: Seelenvoller Sound begeistert Celler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Glenn-Miller-Orchestra: Seelenvoller Sound begeistert Celler
15:36 20.03.2017
Brachten ihre rund 500 Zuhörer in der Celler Congress Union zum Mitsingen: die Mitglieder des Glenn-Miller-Orchestra. Quelle: Alex Sorokin
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Mit einem Evergreen zum Dahinschmelzen ging es an den Start: Moonlight Serenade. „Swing ist ein Rhythmus, bei dem man mit muss“, erklärte Will Walden augenzwinkernd und trat den Beweis an. „Little Brown Jug“, „American Patrol“ und „A String of Pearls“ brachten dem älteren Publikum nicht nur Jugenderinnerungen wieder, die berühmten Melodien animierten auch zum Wippen, Schnippen und leisen Mitsummen – „In the Mood“ gebracht sehnte man sich fast eine freie Tanzfläche herbei. Auf dem Programm standen aber auch weniger bekannte Stücke aus der Glenn-Miller-Ära, die der Bandleader mit seinen Musikern auf seine Weise bei Auftritten gespielt hat – Namen wie Benny Goodman, Count Basie, George Gershwin klangen im Raum und in den Konzertsaal. Und die Herren beherrschen nicht nur ihre Instrumente meisterlich. Sie singen – meist in Verstärkung der einzigen Sängerin im Team – als „Moonlight-Serenaders“, und auch das hervorragend, seelenvoll gelassen und vielstimmig exakt aufeinander eingestellt. Den Part der Sängerin übernahm in Celle Miett Molnar, die sich gut in den Allgemeinsound des Orchesters einfügte, ihn allerdings auch nicht überragte und besonders in den Höhen leicht schwächelte – im Vergleich zum perfekten Sound einer auf den Punkt gebrachten konzertanten Bandleistung. Das Publikum danke es mit Applausstürmen, Standing Ovations und drei abgerungenen Zugaben – darunter Chatanooga Choo Choo“.

Von Doris Hennies