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Celle Stadt GlücksKeks.tv auf den Leim gegangen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt GlücksKeks.tv auf den Leim gegangen
18:44 06.08.2010
Celle Stadt

Zuvor hatten Erwin und Margarete Haeber einen Brief von GlücksKeks.tv erhalten, in dem sie darauf aufmerksam gemacht wurden, dass kurzfristig 49 Euro für einen „Servicebetrag“ von ihrem Konto abgebucht werden würden. „Die Firma hat nie meine persönlichen Bankdaten bekommen. Das ist mir völlig unerklärlich“, sagt Margarete Haeber. Eine schriftliche Genehmigung für ein Einzugs-Lastschriftverfahren habe sie nicht erteilt. Die Firma wies in ihrem Brief auf die erbrachte Leistung hin: Sie meldete Margarete Haeber bei „monatlich mindestens 200 attraktiven Gewinnspielen mit der Chance auf wertvolle Gewinne“ an. „Selbst die Polizei war über diese Dreistigkeit erstaunt. Es ist schon erstaunlich mit welcher Abgebufftheit die Firma versucht, Menschen abzuzocken“, sagt Erwin Haeber. „Wir unternehmen vorerst nichts. Eine Anzeige erstatten wir erst, wenn etwas abgehoben wird.“ Das Ehepaar möchte die Celler vor dieser Masche warnen. „Wir vermuten, dass andere Menschen auch betroffen sind“, so Erwin Haeber. „Unsere Bank hat uns gesagt, wir sollten sofort reklamieren – selbst wenn nur ein oder zwei Cent abgehoben werden.“

Gabriele Peters, Pressereferentin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, sagt zum vorliegenden Fall: „Vermutlich hat Frau Haeber mal an einem Preisausschreiben teilgenommen oder bei anderer Gelegenheit versehentlich ihre Adresse und Kontodaten weitergegeben. Damit wird Handel getrieben.“ Betroffenen in Fällen wie diesen rät Peters: „Der Verbraucher sollte diese angeblichen Verträge schriftlich per Einwurf-Einschreiben widerrufen und gegebenenfalls wegen arglistiger Täuschung juristisch anfechten. Er kann auch Strafanzeige bei der Polizei erstatten.“ Wichtig sei es, in regelmäßigen Abständen die Kontoauszüge zu überprüfen. Auf Werbeanrufe solle man sich gar nicht erst einlassen.

Von Paul Gerlach