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Celle Stadt "Goldmedaille" für neue Celler Feuerwehr-Hauptwache
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Goldmedaille" für neue Celler Feuerwehr-Hauptwache
13:59 06.04.2013
Von Michael Ende
Mit einem Festakt ist am Sonnabend die 12,3 Millionen Euro teure neue Hauptwache der Celler Feuerwehr offiziell eingeweiht worden. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

"Ich habe doch eigentlich nur nicht mehr als meine Arbeit getan" - so bescheiden kommentierte Bernd Müller, Ortsbrandmeister der Hauptwache der Celler freiwilligen Feuerwehr, am Sonnabend das, was ihm der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Celle, Gerd Bakeberg, an die Brust heftete. Und das war nichts weniger als die höchste Ehrung, die der deutsche Feuerwehrverband zu vergeben hat: das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Warum Müller diese Auszeichnung zuteil wurde, erklärte Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland. "Dieses Haus ist dein Kind", sagte er zu Müller, der am Sonnabend zur offiziellen Eröffnung der neuen Feuerwehr-Hauptwache am Herzog-Ernst-Ring 38 eingeladen hatte.

Dieses Kind sei wirklich ein Prachtkerl, wie man ihn sich andernorts auch wünschte, sagte Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende mit Blick auf Pleiten-Pech-und-Pannen-Großprojekte wie etwa den Versuch eines Flughafen-Baus an der Spree. In nur etwas mehr als einen Jahr habe man an der Aller das Gebäude hochgezogen - und sei dabei noch günstiger gefahren als geplant, so Mende: "Statt wie ursprünglich geplant 12,67 Millionen Euro hat das Objekt nur 12,3 Millionen gekostet gekostet - auch darauf kann man stolz sein." Die Hauptwache sei ein ÖPP-Musterbeispiel: Die Firma Goldbeck hat den Cellern das gediegene "Feuerwehrgerätehaus" gebaut und fungiert in den nächsten 25 Jahren auch als Vermieter.

Müller erklärte, dass die neue Hauptwache seit dem Bezug am 29. November bestens funktioniere: "An die 100 Einsätze, nur wenige hundert Meter von der alten Wache entfernt und keine nennenswerte Verschlechterung der Ausrückzeiten. Das ist ein wichtiges Indiz dafür, dass wir den richtigen Standort gewählt haben: Nahe an der Altstadt und damit an Wohngebieten, denn auch hier kommen die ersten Kräfte wie auch in der alten Wache zu Fuß oder mit dem Fahrrad."

Celles Feuerwehrleute könnten "auch ein wenig stolz" auf ihre jahrzehntelange Beharrlichkeit sein, sagte Müller: "1993 bis 2013, also 20 Jahre, haben wir um einen neuen Standort und eine deutliche Verbesserung unserer Situation gekämpft. Mal mit Verwaltung mal ohne, mal mit Politik mal ohne, und auch in den eigenen Reihen gab es so manche Diskussion über das Wie und Wo – letztendlich ist das jetzt alles Geschichte: Nur das Ergebnis zählt."

Wer sich das Ergebnis dieser Erfolgsgeschichte selbst ansehen will, hat dazu am Sonntag, 28. April Gelegenheit. Dann lädt die Feuerwehr die Celler von 10 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ins "Bürgerhaus für die Feuerwehr, wie Müller die Wache gern bezeichnet. Michael Ende