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Celle Stadt Gregor Hilden und Band begeistern im Herzog Ernst
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gregor Hilden und Band begeistern im Herzog Ernst
16:19 04.12.2011
Gregor Hilden & Band live im Herzog RErnst. - Gregor Hilden und Band. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Axel Lantz, Inhaber des „Herzog Ernst“ in der Neuen Straße, ist es jedoch gelungen, bei seinen regelmäßigen Jazzveranstaltungen mit teilweise renommierten Bands, aber auch mit Newcomern der jüngeren Garde, jene nostalgische Atmosphäre beizubehalten, die Besucher immer wieder neu fesselt und in Scharen anlockt.

Mit dem Gitarristen Gregor Hilden und Band waren angesagte Musiker zu Gast, die mit Gitarre, Orgel, Saxophon, Bass und Schlagzeug restlos begeistern konnten. „Es ist ja sehr familiär hier, aber keine Angst, wir haben alles im Griff,“ sagt Gregor Hilden mit Blick auf den kleinen Raum und die große Menschenmenge und spielt zusammen mit seiner Band Jazz vom feinsten, hautnah und laut. Wenn „voll, voller, am vollsten“ ein Zeichen für zunehmende Qualität und für steigende Gemütlichkeit ist, dann war das letzte Konzert in diesem Jahr tatsächlich urgemütlich. Selbst wenn man nur noch einen Stehplatz fand.

Mit unzähligen Auftritten, zahlreichen CDs und einer Live-DVD unter eigenem Namen ist Hilden seit langem in der Szene aktiv und mittlerweile auch international bekannt. „Blue Clouds“ heißt eines der ersten Stücke, selbst komponiert und von ihrer neuesten DC, fesselnd und inspiriert in den singenden Gitarrenlinien, elegant in der klanglichen Ausprägung und thematisch nahtlos weitergeführt in den anderen Instrumenten. Eine gelungene Mischung aus modernem Blues, traditionellem Soul und in die Beine gehenden Jazz. Bekannte Standards spielen sie und eingängige Eigenkompositionen, und mit Bobby Gentrys trauriger Ballade „Ode to Billy Joe“ scheuen sie auch vor einem instrumentalen Rückgriff auf die 60er Jahre nicht zurück. Stilsicher bewegt sich Gregor Hilden zwischen den verschiedenen Genres und geradezu unwiderstehlich bleibt der virtuose Umgang aller Musiker mit ihren Instrumenten – bluesig, feinfühlig, großartig. Ein Abend, der ankam.

Von Hartmut Jakubowsky