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Celle Stadt Greifvögel in Celle angeschossen und Kauz verletzt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Greifvögel in Celle angeschossen und Kauz verletzt
17:19 03.06.2016
Dieser verletzte Kautz wurde einfach in einem Karton vor dem Tierheim Celle abgelegt. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Wie Celler Tierheimleiter Roman Thönies berichtet, ist vergangene Woche ein angeschossener Bussard im Tierheim abgegeben worden. "Es steckten noch Schrotkugeln in dem armen Tier. Wir brachten es zum Tierarzt. Es konnte nicht mehr fliegen und war so schwer verletzt, dass es leider eingeschläfert werden musste", erzählt Thönies.

Nur ein paar Tage später sei ein verletzter Kauz einfach in einem Pappkarton vor das Celler Tierheim gelegt worden. "Wir vermuten, dass er angefahren wurde. Er hatte unter anderem eine Prellung am Flügel und blutete. Wir haben ihn nun in die Wildtierstation nach Sachsenhagen gebracht, wo er versorgt wird", sagt Thönies.

Der Tierheimleiter ist entsetzt von diesem Verhalten mancher Menschen, das zudem noch verboten ist. "Sie benutzen sie einfach als lebendige Zielscheibe. Das ist schrecklich. Aus welchem Grund macht man sowas? Diese Menschen vergessen, dass die Vögel auch Lebewesen sind und dadurch große Schmerzen haben", sagt Thönies.

Ein weiterer schrecklicher Fall habe sich nur kurz davor ereignet. "Letztens wurde ein Turmfalke bei uns abgegeben, dessen Flügel mit Pfeil und Bogen durchlöchert wurde. Er wurde richtig malträtiert", sagt Thönies.

Das Jagen von Greifvögeln und Eulen ist verboten. Sie zu jagen, ist strafbar und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Sie genießen besonderen Schutzstatus. Damit ist es nicht erlaubt, auf die streng geschützten Tiere zu schießen, sie zu verfolgen, zu fangen, zu beunruhigen oder gar zu töten.

Von Jessica Poszwa