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Celle Stadt Groß Hehlener Straße landesweit Thema
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Groß Hehlener Straße landesweit Thema
18:33 13.02.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

Das umstrittene Engagement des niedersächsischen Verkehrsministers Jörg Bode (FDP) beim geplanten Bau der Ortsumgehung in seinem Celler Wohnort Groß Hehlen ist landesweites Thema. Die Linken im Landtag erklärten gestern, Bode sei „eindeutig befangen in dieser Angelegenheit“. Er müsse sich „jetzt komplett aus der Festlegung der Trassenführung raushalten“, so Landeschef Manfred Sohn.

Bode versicherte unterdessen, dass er sich bislang mit Trassenvarianten bei der Planung der neuen Bundesstraße 3 in Celles Norden nicht beschäftigt habe: „Ich habe selbst seinerzeit aus der CZ erfahren, dass es eine weitere Trassenalternative gibt“, sagte er. Deutlich wies der Minister Mutmaßungen von sich, denen zufolge er sich in die Arbeit seiner Straßenplaner eingemischt haben könnte: „Die Berichterstattung und die darin enthaltenen Äußerungen haben gezeigt, wie sensibel das Thema ist und dass nicht allen bekannt ist, dass ich keinen Einfluss auf die Trassenführung beziehungsweise das Planfeststellungsverfahren nehmen kann. Das gilt in Celle genauso wie in Varel. Ich habe keinen Einfluss genommen, nehme keinen Einfluss und werde keinen Einfluss nehmen.“

Nicht äußern wollte sich Bode zu der Frage, ob es ein Fehler gewesen sei, dass die Celler FDP in der vergangenen Woche in einer Erklärung verbreitet hatte, mit Hilfe des Ministers erreichen zu wollen, „dass eine bürgerfreundliche Ortsumgehung in Groß Hehlen realisiert werden kann“.

Unterdessen fordert die WG im Stadtrat, dass sich die Stadt Celle für eine Trasse stark machen solle, die möglichst weit von der Wohnbebauung entfernt verläuft. In einem Antrag führt Fraktionschef Torsten Schoeps namentlich auch die Anwohner jener Straße, in der Jörg Bode wohnt, als betroffen an. Diese Betroffenheit bestreitet der Minister.