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Celle Stadt Großraumverkehr: Kreis-CDU fordert Celle-Tarif
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Großraumverkehr: Kreis-CDU fordert Celle-Tarif
18:00 15.03.2017
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

„Die CDU-Fraktion hatte lange darauf vertraut, dass der GVH und die Region Hannover den Weg freimachen für Verbesserungen im Tarifwesen für Unterlüß, Eschede und Celle“, sagte der Fraktionsvorsitzende Torsten Harms. „Immer wieder wurden neue Termine verkündet, zu denen letztlich einer Verbesserung erreicht werden sollte“, so Harms. „Der nunmehr angekündigte Termin 1. Januar 2018 erscheint uns ebenfalls nur eine gegriffene Größe zu sein, da angeblich weitere umfangreiche Verhandlungen mit den Verkehrsträgern erforderlich sind“, kritisierte Harms.

Die CDU hofft mit dem Celle-Tarif auf eine „echte Verbesserung“ für die Region. Ziel sei es, dass Bürger günstiger von Unterlüß, Eschede und Celle nach Hannover kommen. Um wie viel billiger die Tickets sein sollen und welchen Betrag möglicherweise der Landkreis tragen könnte, wollte Harms noch nicht sagen, um den Verhandlungen nicht vorzugreifen.

Die Einführung des GVH-Tarifs war in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben worden. Die Verhandlungen sind komplex, schließlich sind mehrere Verkehrsträger wie Deutsche Bahn, Metronom, Üstra oder Regiobus, die Landkreise, das Wirtschaftsministerium und die Landesnahverkehrsgesellschaft beteiligt. Trotzdem nimmt der Unmut zu. CDU-Fraktionschef Harms sagt, dass inzwischen seit zehn Jahren das Ziel verfolgt werde, die Celler Bahnhöfe anzubinden – bisher vergeblich.

Landrat Klaus Wiswe hat „großes Verständnis für die Ungeduld“, wie er sagte. Mit einem Celle-Tarif könnte man zumindest von den Bahnhöfen im Landkreis Celle per Tagesticket zum Hauptbahnhof Hannover fahren. „Ob Metronom einen solchen Tarif zu für uns vertretbaren Konditionen anbieten kann und will, das müssen wir jetzt klären“, sagte Wiswe. Er gibt aber zu bedenken, dass ein Fahrgast mit einem solchen Tarif nur zum und vom Hauptbahnhof Hannover fahren könnte. Eine Weiterfahrt mit der Üstra wäre nicht möglich. „Das wäre schon eine deutliche Verbesserung, aber eben kein Ersatz für den vollständigen Anschluss an den gesamt Großraumverkehr Hannover“, so der Landrat.