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Celle Stadt Grünen und CDU geht es nicht schnell genug
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Grünen und CDU geht es nicht schnell genug
14:41 17.08.2010
Von Gunther Meinrenken
Durch den Klimawandel steigt die Waldbrandgefahr Von Gunther Meinrenken - CELLE. Zunehmende Unwetter und Starkniederschläge, Erhöhung der Waldbrandgefahr sowie eine sich verschiebende Niederschlagsverteilung, die Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft hat – das sind nur ein paar Folgen des globalen Klimawandels auch auf lokaler Ebene. Nachdem in anderen Städten und Kommunen bereits seit Jahren Programme zum Klimaschutz verabschiedet wurden, schließt sich nun auch die Stadt Celle diesem Weg an. Die Grundzüge der Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes stellte die Verwaltung jetzt im Umweltausschuss vor. - Ist-Analyse, Energie- und CO2-Bilanz, Potenzialbetrachtung, Workshops, Expertenrunden, Markt der Ideen – das sind ein paar der Stationen bis das Klimaschutzkonzept im Juni 2011 vom Celler Rat verabschiedet werden soll. - Einhellig begrüßten die Fraktionen, dass die Stadt tätig wird. Kein Wunder, hatten doch allein vier Parteien – Grüne, SPD, Die Linke/BSG und selbst die CDU – in den vergangenen Jahren entsprechende Anträge gestellt. Doch in das allgemeine Lob mischte sich auch viel Kritik. Andreas Hauptmeyer (Die Linke/BSG) etwa fand seinen Antrag zwar eins zu eins in dem Konzeptentwurf wieder, bedauerte allerdings, dass es zu lange gedauert hat, bis die Stadt tätig geworden ist. - Deutliche Worte fand Georgia Langhans (Grüne). „Ich bin von der Vorlage enttäuscht. Der Einstieg ist viel zu mager, wir haben keine Zeit mehr“, meinte Langhans vor dem Hintergrund, dass die Stadt in weiten Teilen erst das Konzept erarbeiten will, bevor erste Maßnahmen umgesetzt werden. Verwundert war Langhans darüber, dass die Stadt noch keine Energie- oder CO2-Bilanz vorgelegt hat, geschweige denn eine Vorgabe gemacht hat, bis zu welchem Jahr man welche Schadstoffmenge einsparen will. „Der Fahrplan geht mir nicht schnell genug.“ - Unterstützung erfuhr die Grüne dabei von der CDU. „Es ist ein guter Anfang, aber uns ist das auch zu langatmig Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Ist-Analyse, Energie- und CO2-Bilanz, Potenzialbetrachtung, Workshops, Expertenrunden, Markt der Ideen – das sind ein paar der Stationen bis das Klimaschutzkonzept im Juni 2011 vom Celler Rat verabschiedet werden soll.

Einhellig begrüßten die Fraktionen, dass die Stadt tätig wird. Kein Wunder, hatten doch allein vier Parteien – Grüne, SPD, Die Linke/BSG und selbst die CDU – in den vergangenen Jahren entsprechende Anträge gestellt. Doch in das allgemeine Lob mischte sich auch viel Kritik. Andreas Hauptmeyer (Die Linke/BSG) etwa fand seinen Antrag zwar eins zu eins in dem Konzeptentwurf wieder, bedauerte allerdings, dass es zu lange gedauert hat, bis die Stadt tätig geworden ist.

Deutliche Worte fand Georgia Langhans (Grüne). „Ich bin von der Vorlage enttäuscht. Der Einstieg ist viel zu mager, wir haben keine Zeit mehr“, meinte Langhans vor dem Hintergrund, dass die Stadt in weiten Teilen erst das Konzept erarbeiten will, bevor erste Maßnahmen umgesetzt werden. Verwundert war Langhans darüber, dass die Stadt noch keine Energie- oder CO2-Bilanz vorgelegt hat, geschweige denn eine Vorgabe gemacht hat, bis zu welchem Jahr man welche Schadstoffmenge einsparen will. „Der Fahrplan geht mir nicht schnell genug.“

Unterstützung erfuhr die Grüne dabei von der CDU. „Es ist ein guter Anfang, aber uns ist das auch zu langatmig“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers. Die Stadt müsse mit gutem Beispiel vorangehen und mit konkreten Maßnahmen beginnen, um auch die Bevölkerung mitzunehmen. „Sonst können wir hier beschließen, was wir wollen. Wir brauchen die Bürger und deren Engagement“, so Gevers. In der Folge wurde die Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes auf den Weg gebracht, allerdings soll die Verwaltung stärker als bisher geplant bereits parallel bestimmte Vorhaben für den Klimaschutz umsetzen.