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Celle Stadt Grünes Licht für neue Förderschule
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Grünes Licht für neue Förderschule
14:56 18.04.2013
Von Michael Ende
Am Standort der ehemals britischen Mountbatten School soll die neue Paul-Klee-Schule errichtet werden. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Ein "Herzensanliegen" sei der rot-grünen Landesregierung die gemeinsame "inklusive" Beschulung von behinderten und nicht-behinderten Kindern, sagt der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. Erklärtes Ziel sei es, dass die Inklusion möglichst flächendeckend umgesetzt werde. Allerdings sollten auch künftig Förderschulen existieren können - darüber entscheide der freie Elternwille: "Mehr Inklusion, zugleich Sicherheit für Förderschulen, die gebraucht und gewollt werden - das ist unser Konzept. Und das bedeutet auch eine gute Nachricht für Celle: Der Bau der Paul-Klee-Schule kann kommen."

Den Plänen der Koalition zufolge können Förderschulen mit den Schwerpunkten „Geistige Entwicklung“, „Körperliche und Motorische Entwicklung“, „Hören und Sehen“ als Alternative zur inklusiven sonderpädagogischen Förderung weitergeführt werden. In den Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ werden ab dem Schuljahr 2014/2015 aufsteigend mit dem 5. Schuljahr keine Schüler mehr aufgenommen. Bei den Förderschulen und Förderklassen “Sprache“ erfolgt ab dem Schuljahr 2014/2015 aufsteigend mit dem 1. und 5. Schuljahrgang keine Aufnahme mehr. Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ sollen in den allgemeinen Schulen beschult werden.

Die CDU-Mehrheitsgruppe im Celler Kreistag habe sich jahrelang nicht um das Thema des jetzt geplanten 17 Millionen Euro teuren Neubaus der Paul-Klee-Schule an der Wittestraße gekümmert, so Schmidt. Man solle nicht versuchen, der Landesregierung den Schwarzen Peter zuzuschieben: "Es liegt in der alleinigen Verantwortung von Landrat Klaus Wiswe, für den Schulträger Landkreis Celle einen Vorschlag zu machen - davon wird ihn auch keine Landesregierung entlasten können. Von der Landesebene hat er jetzt eine klare Antwort - jetzt liegt es an ihm, seine Arbeit zu machen."

Wiswe wartet immer noch auf eine schriftliche Nachricht von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD): "Eine Pressemitteilung eines Landtagsabgeordneten ist kein Ersatz für eine Antwort einer Ministerin." Schmidts Vorwurf, die Kreisverwaltungsspitze habe "den Neubau der Paul-Klee-Schule über Jahre verschleppt und die Betroffenen immer wieder mit Ankündigungen vertröstet", sei eine "Unverschämtheit", so Wiswe: "Wenn wir mit der Ausschreibung bis zum 15. April hätten starten können, wäre eine Fertigstellung der Paul-Klee-Schule bis zum 16. Oktober 2015 machbar gewesen. Wenn erst Anfang Mai eine verbindliche Mitteilung des Ministeriums erfolgt, ist dieser Zeitplan für die Fertigstellung wohl nicht mehr zu halten."

Uwe Kirchner, Leiter der Paul-Klee-Schule, freut sich über das positive Signal aus Hannover: "Wir stehen in den Startlöchern. Es gibt jetzt viel zu tun. Und ganz wichtig: Bei uns gibt es keinen Aufnahmestopp." Michael Ende