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Celle Stadt Grundstein für Psychiatrie gelegt: Ein Meilenstein für Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Grundstein für Psychiatrie gelegt: Ein Meilenstein für Celle
17:35 11.02.2014
Von Gunther Meinrenken
So soll das "Fachkrankenhaus für die Seele", das das Klinikum Wahrendorff in AKH-Nähe baut, einmal aussehen. Den Grundstein für die stationäre Psychiatrie mit Tagesklinik legten gestern Geschäftsführer Rainer Brase, der Inhaber des Klinikums Wahrendorff Matthias Wilkening, Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, die künftige Leiterin der Einrichtung Dr. Reinhild Schulze, Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg, der Leiter des Gesundheitsamts beim Landkreis Carsten Bauer und Architekt Torsten Petroschka (von links).  
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Nicht nur ein Grundstein, sondern ein wahrer "Meilenstein für den Klinikstandort Celle" ist gestern mit dem Grundstein für die stationäre Psychiatrie mit Tagesklinik in der Residenzstadt gelegt worden. Mit diesen Worten traf der Leiter des Gesundheitsamts beim Landkreis Celle, Carsten Bauer, genau auf den Punkt. "Celle erhält eine eigene psychiatrische Klinik und Tagesklinik. Damit wird die medizinische Versorgung der Bürger im Landkreis und in der Stadt Celle qualitativ deutlich verbessert", sagte Bauer. Lange Anfahrtswege, die für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine zusätzliche Belastung darstellten, würden der Vergangenheit angehören.

Bevor Bauer vor etwa 70 geladenen Gästen ans Mikrofon getreten war, hatte Rainer Brase aus der Geschäftsführung des Klinikums Wahrendorff das Projekt noch einmal vorgestellt. Brase sprach lieber von einem "Fachkrankenhaus für die Seele", das nun an der Wittinger Straße entstehen würde. "Die Klinik ist nicht nur auf Akutpatienten eingestellt, sondern auch auf die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen. Hier werden die Patienten von der engen Verbindung zum Allgemeinen Krankenhaus profitieren", sagte Brase.

Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende kam noch einmal darauf zu sprechen, dass im Vorfeld der Planungen für den Neubau es einige Unruhe in der Nachbarschaft gegeben hatte. "Ich freue mich, dass durch Aufklärung und die offene Informationspolitik des Klinikums Wahrendorff die vielleicht ursprünglich vorhandenen Vorbehalte und Ängste der Anwohner abgebaut werden konnten", so der Oberbürgermeister.

Im Fachkrankenhaus für die Seele entstehen 48 Betten für stationäre Patienten. Dazu kommen noch einmal 30 Plätze in der Tagesklinik. Der Neubau kostet insgesamt 16 Millionen Euro. 9 Millionen Euro wird das Land beisteuern. 7 Millionen Euro davon sind bereits geflossen, die restlichen 2 Millionen Euro sollen 2015 folgen. 7 Millionen Euro trägt das Klinik Wahrendorff selbst. Die Einweihung ist in 16 Monaten geplant.