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Celle Stadt Grusel-Clowns auch in Celle unterwegs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Grusel-Clowns auch in Celle unterwegs
18:41 24.10.2016
In Wietzenbruch und in Eschede sollen die Horror-Clowns schon unterwegs gewesen sein. Die Opfer fanden es nicht so lustig. Quelle: Paul Zinken
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Bisher sind der Polizei Celle zwei Vorfälle zu diesen fragwürdigen Gestalten bekannt, "bei denen aber niemand zu Schaden gekommen ist", sagt Polizeisprecher Thorsten Wallheinke.

Vor dem Zimmerfenster eines 18-Jährigen am Immenweg in Wietzenbruch soll am Donnerstagabend um 22 Uhr ein Clown mit einer Axt gestanden haben. Der Jugendliche rief vor Schreck die Polizei, doch die Beamten suchten in der Nachbarschaft vergeblich nach Hinweisen. Außerdem sollen in Eschede zwei als Clown verkleidete Jugendliche einen Kumpel "An der Bahn" mit einer Plastik-Axt erschreckt haben. Auch der 28-Jährige rief die Polizei: "Die Beamten aus Lachendorf haben die Jugendlichen verwarnt und mit ihnen ein ernstes Gespräch geführt", so Wallheinke. Bei der Polizei angezeigt wurden die beiden Vorfälle jedoch nicht.

"Jemanden so zu erschrecken, ist wirklich nicht lustig und es handelt sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt", betont Wallheinke. Allein das Erschrecken anderer Personen kann, wie bei diesen relativ harmlosen Fällen, straflos bleiben. Bei extremeren Fällen könnte der Täter auch wegen Bedrohung, Körperverletzung und Nötigung angezeigt werden. "Es kommt darauf an, wie das Opfer die Situation wahrnimmt", erklärt Wallheinke. "Grusel-Clowns können Menschen in Gefahr bringen, da sie mit ihrem Verhalten Angst- und Panikreaktionen auslösen können. Egal, ob die Axt echt ist oder aus Plastik."

Wenn ein Clown plötzlich vor einem stehen sollte, rät Wallheinke dazu, Ruhe zu bewahren: "Man muss sich klar machen, dass die Person einfach nur verkleidet ist und gelassen bleiben." Die direkte Konfrontation sollte dringlich vermieden werden. "Schenken Sie dem Clown so wenig Aufmerksamkeit wie möglich. Was ist ein Clown schon ohne Publikum?", fragt der Polizeisprecher. In jedem Falle sollte man sofort die Polizei benachrichtigen.

Ein weiterer Fall aus Celle geistert durchs Internet, den Wallheinke weder bestätigen noch dementieren kann, da keine Anzeige vorliege. Angeblich soll Sabine S. in der Nacht zu Samstag gegen 0.50 Uhr den Schlosspark auf der Seite der Mühlenstraße durchquert haben, als sie auf dem Boden etwas bemerkte: "Auf der linken Seite des Weges lag ein eingerolltes längliches Etwas. Plötzlich kam hinter dem Baum ein Clown hervor und schlug auf dieses Paket ein", heißt es auf Facebook. "Ich weiß nicht, ob da tatsächlich ein Mensch drin war oder nur etwas, um Streiche zu spielen." Laut Hinweisgeber stammt die Nachricht von "24aktuelles". Auf der entsprechenden Homepage werden Nutzer dazu eingeladen, erfundene Nachrichten auf Facebook zu teilen.

Von Dagny Rößler