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Celle Stadt Gut gespielt, aber schlecht kombiniert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gut gespielt, aber schlecht kombiniert
22:01 18.11.2018
Sayaka Schmuck (Klarinette), Yumi Schmuck (Klarinette/Baßklarinette) und Sebastian Pigorsch (Klarinette/Bassetthorn) sind das Klarinetten-Trio Schmuck. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Da hatte der Celler Künstlerverein musikalisch wieder eine gute Wahl getroffen: Das Klarinetten-Trio Schmuck erwies sich bei seinem Konzert im Beckmannsaal als hörenswerte Formation. Das Mozart-Divertimento zu Beginn für zwei Klarinetten und Bassetthorn war ein Hörvergnügen. Das Trio spielte das Stück pointiert, dabei in schlüssigen Tempi und mit viel Sinn für natürlich atmende Phrasierungen. Dieser Beginn überzeugte voll und ganz. Und auch die beiden nachfolgenden Slawischen Tänze gelangen bestens, jedoch irritierte die seltsame Stückabfolge mit einem langsamen Tanz nach einem schnellen.

Die Dvorák-Tänze hätten einen reizvollen Programmkontrast zum Mozart darstellen können, aber wenn dann ein solcher Ausflug ins 19. Jahrhundert nach wenigen Minuten schon wieder zu Ende ist und es wieder mit gleichen Komponisten wie vorher weitergeht, dann wirken derlei Stücke deplatziert. Wenn man wegen der wohl kurzfristigen Notwendigkeit, einen der Musiker ersetzen zu müssen, Lösungen suchen musste, wie man mit einem Einspringer das Konzert doch noch irgendwie halten konnte, dann könnte man doch vielleicht wenigstens die dann letztlich ausgewählten Werke in eine wirkungsvolle und sinnfällige Abfolge bringen. Schade, denn das Trio spielte gerade diesen klassischen Teil des Programms überzeugend und klanglich bestens ausbalanciert.

Nach der Pause wurde es dann populärer mit Stücken zwischen leichtem Jazz und Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Repertoire bewährte sich beim Trio dessen Souveränität und Lockerheit. Allerdings konnte man auch in diesem Programmteil verwundert sein über eine Stückabfolge, die einfach nur beliebig wirkte. Da gab es keine Steigerungen oder bewusst gesetzten Kontraste, dafür allerdings mitten zwischen jazzigen Klängen auf einmal noch ein Schumann-Häppchen, das wie ein Fremdkörper wirkte. Ein Konzertprogramm dürfte schon etwas mehr sein als die Abfolge von Stücken, die man gerade drauf hat. Trotzdem würde man dieses Trio gerne noch einmal hören. Dann aber mit einem besser gemachten Programm.

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