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Celle Stadt Gymnasium Ernestinum: Fremde Galaxien entdecken und Solidarität bewahren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gymnasium Ernestinum: Fremde Galaxien entdecken und Solidarität bewahren
20:13 17.06.2016
Schulleiter Johannes Habekost ist stolz auf seine "Besten": Ruth Frauke Rohde (rechts) lag mit einem Schnitt von 1,1 ganz vorn, danach folgt Sabrina Ammann mit 1,3.  Quelle: Michael Schäfer
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Passend zum Motto „Abi-Nauten: Wenn aus Punkten Sterne werden“ gestaltete Kircher ihre Festrede. Dort draußen warte nicht nur „heile Welt“ auf die Absolventen. Die Familie als Bodenpersonal und die Lehrkräfte als Raumfahrtzentrum werden die jungen Erwachsenen nicht vor allen Aliens und Monstern schützen können.

Als Ausrüstung für die ungewisse Zukunftsmission bringen die „Abi-Nauten“ ihr Reifezeugnis mit. Kircher zerlegte den Namen des Gymnasiums, für jeden einzelnen Buchstaben nannte sie „brauchbare Qualitäten“. Ernestinum steht demnach für eine Kombination aus Entdeckerfreude, Eifer und Engagement; für Rechtsstaatlichkeit, die keine Selbstverständlichkeit ist; für Nachdenklichkeit und Nachhaltigkeit als Richtschnur; für Entfaltung plus Solidarität, welche die Schüler für ihre Lehrer beim Verzicht auf ihre Kursfahrt gezeigt haben; spontan für Trinkfestigkeit (scherzhaft); aber auch für Interesse, Neugier, Umweltschutz, Unrechtsbewusstsein und nicht zuletzt Menschlichkeit. Europa mit seinen goldenen Sternen sei ein lohnendes Ziel, findet Kircher: „Aber verlieren Sie auf Ihrer Reise nicht Ihre Bodenhaftung und bleiben Sie dank Humanität verbunden.“

Das Schulorchester spielte ein Medley aus der Filmmusik von „Star Wars“. Schulleiter Johannes Habekost stellte sich salopp als Darth Vader, die dunkle Seite der Macht, vor und fasste die Ergebnisse des Jahrganges zusammen: Von 86 Prüflingen haben 80 Abiturienten die allgemeine Hochschulreife erreicht. „Der Gesamtdurchschnitt Ihres Jahrgangs 2016 ist mit 2,46 der beste der letzten Jahre und besser als die bisherigen Landes-Durchschnitte.“ Insgesamt 17 Schüler haben eine 1 vor dem Komma. Stolz berichtete Habekost davon, dass drei Abgänger das Hebraicum, 22 das Graecum und 31 das Große Latinum erworben haben.

Habekost sagte, es liege es am Herzen, die Reife zu vermitteln, „die sich in der Bereitschaft und Fähigkeit zeigt, aufzubrechen aus der Komfort-Zone, nach Wissen und Erkenntnis zu streben, sich auf Neues einzulassen und begründete Entscheidungen zu treffen.“ Auf der Reise sollen die Abi-Nauten aber auch „Umwege als zusätzlichen Erfahrungsschatz nutzen, Rückschläge verkraften und daraus Lehren ziehen“.

Auch der „Goldene Abiturient“ Günter Seidel stimmte die Abgänger auf Kursänderungen ein: „Sie müssen nicht notwendigerweise im gleichen Beruf pensioniert werden, in dem Sie Ihre Ausbildung gemacht haben.“ Die Absolventen Tim Zander und Tim Ziemann sagten abschließend, dass sie sich schon auf das Klassentreffen in zehn Jahren freuen: „Wer weiß, welche Geschichten wir uns dann erzählen werden.“

Das Abitur haben bestanden:

Von Dagny Rößler